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Zahlungsverhalten in Sachsen, 1. Quartal 2016

Sächsische Unternehmer zahlen Ihre Rechnungen pünktlich und schneller als im Vorjahr

Analyse des Zahlungsverhaltens im 1. Quartal 2016

Die Liquidität der sächsischen Unternehmen hat sich erneut verbessert.
Der Zahlungsverzug im 1. Quartal 2016 belief sich lediglich auf 10,4 Tage. Den Platz an der Spitze des Ranking der Bundesländer belegt Hamburg (8,5 Tage), gefolgt von Bayern (9,7 Tage) und Baden-Württemberg (10,4 Tage). Sachsen vertritt Platz 4 im Ranking mit einem Zahlungsverzug von 10,4 Tagen. Auch Deutschlandweit ist eine Verbesserung des Zahlungsverzuges eingetreten. Der Zahlungsverzug ist auf 10,5 Tage gesunken. Sachsen liegt somit noch unter dem Durchschnitt. Am längsten liegen bereits überfällige Rechnungen in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Durchschnittlicher Zahlungsverzug der Betriebe in Sachsen in Tagen (2009 - 2016)


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Durchschnittlicher Zahlungsverzug in den Bundesländern, 1. Quartal 2016


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken


Große Unterschiede in den Branchen

Die positive Gesamtentwicklung in Sachsen über alle Branchen hinweg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass einzelne Branchen sogar noch einmal deutlich schlechter als vor einem Jahr abgeschnitten haben. Mit einer Verlängerung des Zahlungsverzugs von über zwei Tagen führt die Grundstoffindustrie die negative Rangliste an. In diesem Wirtschaftsbereich nahm der Zahlungsverzug innerhalb eines Jahres von 13 auf 16 Tage zu. Aber auch das Baugewerbe weist einen mehr als zweitägigen Zugang bei den offenen Forderungen auf: Hier verschlechterte sich der Wert von 13 auf 15 Tage. Weniger prägnant die Veränderung in der Chemie- und Kunststoffindustrie: Hier verschlechterte sich der Zahlungsverzug von 10 auf 11 Tage.

Die auffälligsten und überdurchschnittlichen Verbesserungen weisen der Verkehr- und Logistikbereich, der Dienstleistungsbereich mit persönlichen oder konsumnahen Dienstleistungen und schließlich der Einzelhandel auf.

„Die Betriebe in der Logistik profitieren weiterhin von der guten Wirtschaftslage und Binnennachfrage. Insbesondere führen die niedrigen Kraftstoffpreise zu einer Verbesserung der Ertragslage und der Zahlungsfähigkeit.", so Thomas Schulz, Prokurist Creditreform Dresden.

Durchschnittlicher Zahlungsverzug in den sächsischen Branchen, 2015/2016


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken



Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister (DRD) von Creditreform, in dem ca. 80 Mio. branchenübergreifende Zahlungserfahrungen mit einem Rech-nungsvolumen von 45 Mrd. € zu über 1 Mio. deutsche Unter-nehmen vorliegen. Der Zahlungsverzug eines im DRD gespei-cherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.




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