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Zahlungsverhalten in Sachsen, 1. Quartal 2017

Rekordniveau: Sächsische Unternehmen sind pünktlichste Zahler im Bundesvergleich

Die Liquidität der sächsischen Unternehmen verzeichnet im 1. Quartal 2017 einen noch nie erreichten Bestwert und gelangt damit erstmals seit Anfang 2016 wieder auf den Spitzenplatz in Deutschland. Sachsen liegt mit 8 Tagen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 9,7 Tagen Zahlungsverzug und weit vor Hamburg (9 Tage) und Bayern (9,4 Tage). Ganze drei Tage länger liegen die Rechnungen im Saarland und in Bremen, die damit auf den hintersten Plätzen rangieren.

Das Zahlungsverhalten ist ein wichtiger Parameter für die Liquidität der Unternehmen. In den letzten Jahren hat sich die Stabilität der Betriebe durch die kontinuierliche Erhöhung der Eigenkapitalquote sowie positiver Ertrags- und Umsatzzahlen deutlich verbessert. Den Unternehmen stehen mehr flüssige Mittel zur Rechnungsbegleichung zur Verfügung und dem Liquiditätsmanagement wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Zahlungsverzug in Sachsen und Deutschland, 1. Quartal 2017



Zahlungsverzug in den Bundesländern, 1. Quartal 2017 / 1. Quartal 2016


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken



Grundstoffindustrie völlig abgeschlagen - Einzelhandel glänzt mit mustergültiger Zahlungsmoral

Ein genauerer Blick auf die Veränderungen beim Zahlungsver-zug in den einzelnen Wirtschaftsbereichen zeigt, dass sich nur vier Wirtschaftsbereiche im Vorjahresvergleich verschlechtert haben. Die Betrifft die Chemie- und Kunststoffindustrie, die Me-tall- und Elektrobranche, persönliche Dienstleistungen sowie der Verkehr- und Logistiksektor. In der Grundstoffindustrie liegen Rechnungen zwar nach wie vor am längsten, aber auf Jahres-sicht und im Vergleich zum Vorquartal ist eine Verbesserung sichtbar. Am schnellsten zahlen die Unternehmen im Einzel-handel.

Zahlungsverzug in den sächsischen Branchen


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken





Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister (DRD) von Creditreform, in dem ca. 80 Mio. branchenübergreifende Zahlungserfahrungen mit einem Rech-nungsvolumen von 45 Mrd. € zu über 1 Mio. deutsche Unter-nehmen vorliegen. Der Zahlungsverzug eines im DRD gespei-cherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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