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Furchtlos in Sachsen

Das Stimmungsbarometer in der Wirtschaft steigt trotz Russland-Krise. Nur beim Bau hapert es.

Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland? Günter Specht fürchtet sich nicht vor ihnen. Dabei spürt der Geschäftsführer der Wima Maschinenbau GmbH sogar erste Auswirkungen: Weil niemand auf russischer wie deutscher Seite weiß, wie es weitergeht, und welche Sanktionen noch folgen könnten, lägen zwei geplante Projekte mit den russischen Partnern erst mal auf Eis.

„Es ist weder Fisch noch Fleisch, keiner weiß, woran er ist", sagt der 49-jährige Specht. Dass russische Geschäftspartner sich derzeit nicht trauten, Aufträge klar zuzusagen, werde für den Siebmaschinen-Hersteller aus Wilsdruff bei Dresden indes nicht zum Problem, ist sich Geschäftsführer Günter Specht sicher. „Wir sind wie eine Spinne auf acht Beinen. Wenn eines fehlt, können wir immer noch laufen."

Denn der Mittelständler mit seinen 61 Beschäftigten ist breiter aufgestellt. Zwar besteht das Unternehmen in seiner heutigen Form erst seit 2007. Es ging jedoch aus einer Insolvenz hervor, bei der viele Beschäftigte, auch Günter Specht, mit ihrer langjährigen Erfahrung übernommen wurden. Die Auftragslage erholte sich, kontinuierlich kamen neue Mitarbeiter hinzu. 2013 machte Wima rund acht Millionen Euro Umsatz. Diese Größenordnung plant der Chef auch in diesem Jahr.

Immer mehr internationale Kooperationspartner und Auftraggeber kommen hinzu - und eben nicht nur aus Russland. Die Grundstimmung beim Chef und seinen Mitarbeitern daher: zuversichtlich.

Mit diesem Optimismus stehen sie nicht alleine. Das Sachsenbarometer für Juli belegt ein insgesamt positives Geschäftsklima in der Industrie. Danach setzen die Firmen ihre Hoffnungen vor allem auf ausländische Investitionen und Exporte - trotz geopolitischer Spannungen wie der Gaza-Krise, den Auseinandersetzungen im Irak und die jüngst verhängten Sanktionen gegen Russland.

Die Zuversicht von Günter Specht kommt nicht von ungefähr. Mit den Maschinen und Anlagenteilen, die Wima hauptsächlich herstellt, bereiten seine Kunden auch Sand, Kies und Steine auf. Und der Bausektor boomt in Sachsen bekanntlich seit Monaten, nicht zuletzt wegen der Flut im vergangenen Jahr und dem milden Winter, in dem nahezu durchgearbeitet werden konnte. Die Auftragsbücher sind daher gut gefüllt - Günter Specht ist nach eigenen Angaben ausgebucht.

Lediglich die vergangenen Wochen zeigen eine leichte „Sommerdelle": Der Baustellenbetrieb und andere Gewerbe unterbrechen ihre Arbeit zwar nicht, doch sorgt die Urlaubszeit dafür, dass von den Verantwortlichen weniger Investitionsentscheidungen getroffen werden. Die Auftragsvergabe, die für die Zuliefererfirmen so wichtig ist, pausiert im Sommer kurz.

Trotzdem muss der Geschäftsführer von Wima keine Mitarbeiter entlassen. Auch hier steht sein Unternehmen voll im Trend des Sachsenbarometers. Fast drei Viertel der befragten Mittelständler konnten ihren Personalbestand konstant halten. Viele machen es so wie der Maschinen- und Anlagenbauer aus Wilsdruff: Sind die Auftragsbücher in Spitzenzeiten überfüllt, werden über externe Personalagenturen Leiharbeiter eingestellt - und zwar so lange, wie der eigene Personalmangel ausgeglichen werden muss. Wenn die Konjunktur wieder abflacht, verlassen die kurzfristig Beschäftigten wieder die Unternehmen, und die Stammbelegschaft bleibt.

Nicht einmal zwei Prozent der im Juli befragten Mittelständler gab an, seine Personaldecke verkleinern zu wollen. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr war dies noch eines von acht Unternehmen. So könne der Mittelstand als Garant für einen stabilen Arbeitsmarkt gesehen werden, findet zumindest Thomas Schulz: „Die Treue zum Arbeitsplatz spielt in den vielfach persönlich geprägten Arbeitsverhältnissen eine große Rolle", sagt der Prokurist von Creditreform Dresden.

Sachsenbarometer 07/2014Industrie wieder zuversichtlich

Zwar beurteilen die befragten Industrieunternehmen ihre aktuellen Geschäfte etwas weniger gut als im Vormonat, doch dafür steigt der Optimismus und die Stimmung allgemein. Hauptgrund dafür ist die gestiegene Hoffnung auf das Ausland: Hier erwarten die Firmen kräftige Impulse im Exportgeschäft, unbeeindruckt von aktuellen internationalen Krisen.

Bau in leichter Sommerdelle

Auslastung und Aufträge sind leicht zurückgegangen, jedoch sehen das die Beteiligten eher als eine kleine Kurskorrektur denn als wirkliche Verschlechterung. Seit Monaten erreicht der Bausektor Spitzenwerte, vor allem bedingt durch das Hochwasser 2013 und den milden Winter. Ein Ende des Höhenflugs ist, bis eben auf ein kleines Durchatmen, erst mal nicht in Sicht. Spätestens nach der Urlaubszeit geht es wieder richtig weiter.

Handel verlässt Sommerloch

Nach schlechten Juni-Zahlen hat sich der Großhandel aus seinem Sommerloch wieder leicht emporgearbeitet: Die befragten Firmen konnten wieder ihre Umsätze steigern. Dagegen bekommt der Einzelhandel den Sommer zu spüren: Die Erlöse sind sogar unter den Werten des Vorjahres.

Mittelstand möchte einstellen

Arbeitssuchende können von der guten Konjunktur im ersten Halbjahr profitieren: Im Gegensatz zum Vorjahr haben mehr mittelständische Unternehmen Stellen geschaffen als gestrichen. Offenbar bleibt dieser Trend bestehen, auch wenn den Aussagen noch Taten folgen müssen: Zumindest haben sich fast 40 Prozent der befragten Betriebe vorgenommen, ihr Personal aufzustocken.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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