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Sachsenbarometer 11/2004 - Finanzierung im Mittelstand

Dresden. Hohe Rohstoffpreise und der Euro dämpfen das Geschäftsklima. Der Ifo-Index, ein Anzeiger für die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands, ist im November spürbar gesunken. Doch diese Klimaverschlechterung beschränkte sich auf Westdeutschland. Der sächsische Klimaindikator ist gestiegen. Noch vorigen Monat war das Sachsenbarometer gefallen.

Sachsenbarometer 11/2004

Industrie

Die Umfrage-Teilnehmer im verarbeitenden Gewerbe haben die Geschäftslage wieder häufiger mit "gut" beurteilt. Im Nahrungs- und Genussmittelgewerbe plant mehr als jedes vierte Unternehmen eine Erhöhung der Produktion und des Mitarbeiterbestandes. Die Branchen der Gewinnung und Verarbeitung von Steinen und Erden melden sinkende Fertigwarenlagerbestände. Doch die zukünftige Situation beurteilen die Industriefirmen erneut etwas zurückhaltender.

Hoch- und Tiefbau

Die Unternehmen im sächsischen Bauhauptgewerbe beurteilen ihre Lage in den vergangenen Monaten zunehmend ungünstiger. Das steht im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Flut-Sonderkonjunktur. Etwa jedes zweite Unternehmen berichtet über schrumpfende Auftragsbestände und einen Rückgang der Bautätigkeit. Im Tiefbau reichten die Aufträge durchschnittlich für 1,7 Monate, im Hochbau für 1,5 Monate. Im Oktober waren 2,1 und 1,6 Monate gemeldet worden.

Gross- und Einzelhandel

Im Großhandel Sachsens wird die Lage im November überwiegend mit "schlecht" bewertet. In Folge steigender Rohstoffpreise und sinkender Umsätze konnten die Lagerbestände nur geringfügig reduziert werden. Die Perspektiven für die nächsten Monate trübten sich erneut ein. Im Einzelhandel wurde die Lage etwas günstiger als im Oktober beurteilt. Dennoch klagte weiterhin mehr als jedes zweite der Unternehmen über rückläufige Umsätze. Die Lagerbestände wurden häufig mit "zu groß" bewertet. Im Vormonat sind die Verkaufspreise offenbar erneut gesunken.

FINANZ-Befragung

Nach ihrer finanziellen Situation befragt, reagieren Sachsens Mittelständler uneins: Auf der einen Seite haben die positiveren Einschätzungen zugenommen. Andererseits steigt aber auch der Anteil an Unternehmer, die pessimistisch in die Zukunft sehen.

Die Eigenkapitalsituation der sächsischen Mittelständler ist zwiegespalten: Auf der einen Seite nahm der Anteil der ausreichend kapitalisierten Betriebe ab. Als ausreichend angesehen wurde in der Untersuchung, wenn das Unternehmen mehr als 30 Prozent der Bilanzsumme als haftendes Eigenkapital aufbrachte. Das trifft auf 15 Prozent der berichtenden Firmen zu - im Herbst vorigen Jahres auf 16,8 Prozent.

Mangel an Eigenkapital

Abgenommen hat aber auch die Zahl der Unternehmen, die über weniger als zehn Prozent Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme verfügen und damit völlig unterkapitalisiert sind. Ihr Anteil schrumpfte von 64,3 Prozent im vorigen Jahr auf nun 54,9 Prozent in 2004. Im Vergleich zur Erhebung über ganz Deutschland sind diese Werte allerdings unterdurchschnittlich: 19,9 Prozent der deutschen Mittelständler sind ausreichend kapitalisiert, und nur ein gutes Drittel unterkapitalisiert.

Rolle als Gläubiger

Lediglich 14,3 Prozent der sächsischen Mittelständler hatte im vergangenen Jahr keine Forderungsverluste hinzunehmen. 2003 waren es 14,7 Prozent. Forderungsverluste bedrohen die Existenz eines Unternehmens, wenn sie mehr als ein Prozent vom Umsatz ausmachen. Erlitten voriges Jahr noch 21,7 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen in Sachsen Forderungsverluste in dieser Höhe, sind es der jüngsten Befragung zufolge nur noch 11,3 Prozent.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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