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Sachsenbarometer. Die Stimmung in der Wirtschaft des Freistaats ist so gut wie seit Jahren nicht mehr.

Dresden. Der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) ist im Februar zum dritten Mal in Folge gestiegen. Auch in Sachsen verbesserte sich die Stimmung deutlich. Der sächsische Klimaindikator erreichte den höchsten Stand seit dem Frühjahr 1995. Ursache dafür ist vor allem die gute Laune im Handel.

Sachsenbarometer 02/2006 I

Industrie
Das verarbeitende Gewerbe Sachsens beurteilt seine Geschäftslage insgesamt wieder häufiger mit „gut". Bei zunehmender Nachfrage ist die Produktion offenbar nochmals gestiegen, vor allem im Investitionsgütergewerbe. Im Februar meldeten aber auch die Hersteller von Verbrauchsgütern einen kräftigen Nachfrageschub.

Bau
Der Winter beeinträchtigt weiterhin das Bauhauptgewerbe. Die mittlere Geräteauslastung fiel auf 43,8 Prozent. Saisonbereinigt war jedoch eine deutliche Erhöhung der Auslastung zu verzeichnen. Die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände ist im Vergleich zum Januar ebenfalls gestiegen. Sie lag im Hochbau bei 2,2 und im Tiefbau bei 2,5 Monaten.

Groß- und Einzelhandel
Der Großhandel beurteilte seine Lage so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Den Unternehmensmeldungen zufolge dürften die Verkaufspreise steigen. Auch im Einzelhandel verbessert sich das Geschäftsklima. Im Februar berichteten die Unternehmen wieder mehrheitlich über steigende Umsätze - erstmals seit Oktober 2003.

Informationstechnologie

Die sächsischen Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) blicken zwar optimistischer in die Zukunft als im vorigen Jahr; auf ihre Personalplanung aber wirkt sich das nicht aus. Im Gegenteil: Wollten im zweiten Quartal 2004 noch 31,1 Prozent der Befragten neue Mitarbeiter einstellen, sind es aktuell nur noch 18,2 Prozent. Und fast 16 Prozent wollen sich von Mitarbeitern trennen. Die Hoffnungen der IKT-Dienstleister ruhen auf der künftigen Entwicklung. Rund jedes vierte befragte Unternehmen kalkuliert mit steigenden Umsätzen. Vor einem Jahr war es nur jedes fünfte.

Nur noch 26,7 Prozent befürchten sinkende Erlöse. Allerdings wirkt sich der erhoffte Umsatzanstieg nicht so klar auf die Ertragslage aus. Zwar berichteten 15,6 Prozent der Befragten von gestiegenen Erträgen - im zweiten Quartal 2004 waren es nur 9,1 Prozent. Allerdings mussten auch mehr Unternehmen Ertragseinbußen hinnehmen: 35,6 Prozent im Gegensatz zu 29,5 Prozent im Jahr zuvor. Und auch in der Zukunft rechnet immerhin jede vierte Firma der Branche mit Ertragseinbußen. Insgesamt gesehen stieg jedoch der Saldo aus Gewinnerwartungen und -rückgängen von sieben Prozent im zweiten Quartal 2004 auf fast neun Prozent an.

Sachsenbarometer 02/2006 II



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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