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Aussichten bleiben gut

Das Sachsenbarometer zeigt, dass die Konjunktur sich günstig entwickelt. Dem Mittelstand fehlt aber weiter Kapital.

Dresden. Der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat laut Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung im Mai auf dem April-Niveau verharrt. Die befragten sächsischen Unternehmen beurteilen zwar Lage und Erwartungen etwas weniger günstig als zuvor. Doch die Klima-Zeiger stehen weiter auf hohem Niveau.

Sachsenbarometer 03/2007

Verarbeitendes Gewerbe: Einzelne Liefer-Engpässe
Im verarbeitenden Gewerbe Sachsens hat sich das Geschäftsklima in den vergangenen Monaten nur geringfügig verändert. Die Produktion dürfte sich jüngst nochmals erhöht haben, trotz nicht mehr ganz so starker Nachfrage. In einigen Branchen ist es zu Lieferengpässen gekommen. Darauf deuten die Meldungen zu Fertigwarenbeständen hin, die seit Jahresbeginn häufiger als „zu klein" bewertet wurden.

Bauhauptgewerbe: Preise verstärkt unter Druck
Im Bauhauptgewerbe ist die mittlere Reichweite der Auftragsbestände im Vergleich zum Vormonat gesunken: von 2,2 auf 2,0 Monate. Die durchschnittliche Auslastung der Geräte hat sich ebenfalls vermindert. Sie lag im Hochbau bei 67 Prozent und im Tiefbau bei 80 Prozent; jahreszeitliche Schwankungen wurden bei dieser Rechnung schon berücksichtigt. Die Firmenmeldungen lassen erkennen, dass die Baupreise in den letzten Monaten wieder verstärkt unter Druck standen.

Handel: Weniger Umsatz

Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima nochmals verbessert. Der Umsatz dürfte gleichwohl nicht mehr so stark gestiegen sein wie zu Beginn des Jahres. Der Einzelhandelsumsatz ist unter das Vorjahresniveau gesunken. Dies könnte im Zusammenhang mit den Benzinpreis-Erhöhungen stehen - sie vermindern die Kaufkraft.

Ertragslage: Verbessert
Die Gewinnsituation in Sachsens Mittelstand hat sich verbessert. Die Zahl der Unternehmen, die innerhalb des vergangenen halben Jahres mehr Erträge erwirtschaften konnten, ist im Frühjahr auf 15,8 Prozent gestiegen. Im Jahr zuvor blickten lediglich 6,4 Prozent der befragten Unternehmer in Sachsen auf steigende Gewinne. Immer noch haben allerdings 41,8 Prozent der Befragten mit sinkenden Erträgen zu kämpfen. 23,2 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Gewinne. Das sind mehr als vor einem Jahr. Doch gestiegen ist auch die Zahl der Firmen, die rückläufige Gewinne befürchten: 22,6 Prozent.

Eigenkapital: 13 Prozent sind gut gepolstert

Anlass zur Sorge gibt die Eigenkapitalsituation im sächsischen Mittelstand. Im vergangenen Jahr waren noch 14,3 Prozent ausreichend mit Eigenkapital versorgt - mit mehr als 30 Prozent der Bilanzsumme. Nun sind es 13 Prozent. Über weniger als 10 Prozent haftendes Eigenkapital verfügen 30,5 Prozent der Betriebe - im Frühjahr 2006 waren es noch 3,4 Prozentpunkte weniger. Weniger häufig als vor einem Jahr sind Forderungsverluste, die mehr als ein Prozent des Umsatzes ausmachen: Hatten im vergangenen Jahr noch 27,9 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen darunter zu leiden, sind es nun 7,9 Prozent. 5,6 Prozent beklagen gar keine ausgefallenen Zahlungen.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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