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Sachsenbarometer fällt, Händler klagen

Sachsenbarometer. Das Geschäftsklima hat sich etwas abgekühlt. Der Einzelhandel im Freistaat bleibt pessimistisch.

Dresden. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung ist im August erneut zurückgegangen. Die Forscher sprechen jedoch von einem hohen Niveau und schließen daraus auf eine robuste Konjunktur.

Sachsenbarometer 08/2007

Verarbeitendes Gewerbe: Erwartung abgeschwächt
Die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe haben ihre Lage ähnlich positiv wie im Juli beurteilt. Auftragseingang und Produktion sind nochmals gestiegen. Die Perspektiven wurden allerdings etwas weniger optimistisch beurteilt - wohl wegen Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung in den USA. Die Beschäftigungs- und Produktionspläne sind jedoch insgesamt aufwärts gerichtet.

Bauhauptgewerbe: Tiefbau besser als Hochbau
Im Bauhauptgewerbe ist die Kapazitätsauslastung zurückgegangen: auf 75 Prozent. Tiefbaufirmen meldeten mehr als der Hochbau, wo auch die Aufträge nicht so lange reichen - anderthalb Monate.

Handel: Lage ist unbefriedigend
Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima weiter eingetrübt. Der Umsatz dürfte geringer als voriges Jahr sein. Die Einzelhandelsfirmen beurteilten ihre Lage noch immer mehrheitlich mit „schlecht". Der Pessimismus in den Aussichten hat allerdings etwas nachgelassen.

Mittelständler bereit zu Risiken
36 Prozent der Unternehmer bezeichnen sich als risikobereit. Damit liegt Sachsen über dem deutschen Schnitt - allerdings auch beim Anteil der risikoscheuen, mit 17 Prozent. 30 Prozent der befragten Sachsen geben an, den Aufschwung als Anlass zur Umsetzung von Investitionsplänen zu nehmen. Für 53 Prozent spielt die konjunkturelle Situation keine Rolle, wenn es um Neueinstellungen geht.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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