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Das Sachsenbarometer steigt

Das Geschäftsklima ist besser geworden - aber es reicht noch nicht für einen Aufschwung.

Sachsenbarometer 08/2009

Dresden. Im August ist der Ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands zum fünften Mal in Folge gestiegen. Die befragten Unternehmen haben sowohl die Lage als auch die Perspektiven für die nächsten sechs Monate weniger skeptisch beurteilt. Auch in Sachsen hat sich das Geschäftsklima weiter aufgehellt. Eine durchgreifende Konjunkturbelebung zeichnet sich aber noch nicht ab. Mit einer Verschlechterung der Arbeitsmarktlage könnte es „zu einem konjunkturellen Rückschlag kommen", sagt Ifo-Dresden-Konjunkturexperte Gerit Vogt.

INDUSTRIE: NACHFRAGE STABILISIERT SICH

Im verarbeitenden Gewerbe Sachsens dürfte sich die Nachfragesituation zuletzt deutlich verbessert haben. Die befragten Industriefirmen haben ihre Geschäfts- und Auftragslage insgesamt weniger ungünstig als im Juli bewertet. Zudem rechnen sie -erstmals seit März vorigen Jahres wieder überwiegend damit, dass sich die wirtschaftliche Situation in den nächsten Monaten verbessern wird. Der Optimismus dürfte sich dabei auch auf das Exportgeschäft stützen, von dem für die nächsten Monate mehrheitlich eine Zunahme erwartet wird.

BAU: AUSLASTUNG IST GRÖSSER GEWORDEN

Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe haben ihre Geschäftslage in den vergangenen Monaten nicht mehr ganz so negativ wie noch zu Beginn des Jahres beurteilt. Im August lag die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände bei rund zwei Monaten und damit etwas höher als im August 2008. Die durchschnittliche Geräteauslastung ist im Jahresvergleich um gut einen Prozentpunkt auf 74 Prozent gestiegen. Dies ist im Zusammenhang mit den staatlichen Konjunkturpaketen zu sehen, die offenbar Wirkung zeigen.

HANDEL: LAGE HAT SICH LEICHT VERBESSERT
Die Unternehmen im sächsischen Handel haben ihre Geschäftslage im Vormonatsvergleich ebenfalls etwas zufriedener beurteilt. In den nächsten Monaten werden die Verkaufspreise den Meldungen zufolge eher steigen als sinken.

ARBEIT: STELLENSTREICHUNGEN BEI STAMMBELEGSCHAFT

Zwar werden die Konjunktursignale wieder positiver. Der Wirtschaftseinbruch hinterlässt im sächsischen Mittelstand aber tiefe Spuren. Jedes vierte Unternehmen hat in der Krise Stellen gestrichen. In der Industrie traf es zunächst Zeit- und Leiharbeitskräfte. Im Handel und Dienstleistungssektor war verstärkt die Stammbelegschaft von Entlassungen betroffen.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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