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Frühlingslaune bei Sachsens Unternehmern

Vor allem Handwerker sehen ihre Geschäftslage positiv. Im Einzelhandel knirscht es etwas.

Der Ifo-Geschäftsklimaindikator für die deutsche gewerbliche Wirtschaft ist im März leicht gestiegen. Während sich das Geschäftsklima für Sachsen weiter verbessert, ist für die ostdeutschen Bundesländer jedoch ein Rückgang des Klimaindikators zu beobachten. Die befragten sächsischen Unternehmen sind mit ihrer momentanen Geschäftslage annähernd so zufrieden wie im Vormonat. Bei den Erwartungen der nächsten sechs Monate zeigt sich insgesamt mehr Optimismus.

Sachsenbarometer 03/2012


Industrie sieht Zukunft positiv


Sachsens Industriefirmen sind mit ihrer sehr guten momentanen Geschäftssituation erneut erheblich zufriedener als im Vormonat. Zudem sehen sie die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich positiver. Aus dem Geschäft mit dem Ausland erwarten sie sich genauso kräftige positive Impulse wie im Vormonat. Ihren Personalbestand wollen die Industriefirmen zwar weiterhin erhöhen, wenngleich nicht mehr so stark wie im März.

Bau beklagt Auftragsmangel

Optimismus hält sich derzeit auch noch auf dem Bau. Wenngleich die Unternehmen mit der Geschäftslage etwas weniger zufrieden sind als im vergangenen Monat. Auch hat die Zuversicht bezüglich des zukünftigen Verlaufs insgesamt etwas abgenommen. So berichten 85 Prozent der Befragungsteilnehmer von Behinderungen ihrer Bautätigkeit. Ein Grund ist unter anderem schlechtes Wetter. Darüber hinaus sehen die Bauunternehmen Sachsens Auftragsmangel als weiteren wichtigen Faktor. Sowohl die durchschnittliche und saisonbereinigte Auftragsreichweite als auch Geräteauslastung erhöhten sich den Angaben zufolge gegenüberdem Vormonat.

Einzelhandel fürchtet Flaute

Im Gegensatz zu Industrie und Bau ist die Laune im sächsische Groß- und Einzelhandel eher getrübt. Beide Bereiche geben insgesamt geringere Erlöse gegenüber dem Vorjahresmonat an. Bei den Einschätzungen bezüglich der Geschäftsperspektiven zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Während die Großhandelsfirmen ein gutes Geschäftsjahr erwarten, blicken die hiesigen Einzelhändler der zukünftigen Geschäftsentwicklung abermals pessimistischer entgegen.

Handwerk meldet Umsatzplus

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft spiegelt sich auch im sächsischen Handwerk wider. 63,2 Prozent der hiesigen Betriebe vergeben die Noten „sehr gut" oder „gut". Dieser Wert ist etwas niedriger als vor einem Jahr, als sich noch 68,2 Prozent der Betriebe positiv äußerten. Deutschlandweit sprechen nur 60,7 Prozent der Unternehmen von einer guten oder sehr guten Geschäftslage. Die Firmen spüren deutliche Zuwächse beim Umsatz. Die weiteren Geschäftsaussichten im sächsischen Handwerk sind jedoch etwas verhaltener. Nur noch jeder siebte Betrieb (14,0 Prozent) erwartet Umsatzzuwächse, nachdem dies im vergangenen Jahr fast jeder Dritte (30,1 Prozent) war.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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