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Geschäftsklima mau - außer am Bau

Sachsens Unternehmen machen gute Geschäfte. Aber die Aussichten sinken.

Dresden. Während sich das Geschäftsklima in Ostdeutschland insgesamt verbessert, wird es in Sachsen schlechter. Die dortigen Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage zwar positiver als im Mai, aber die Zukunftserwartungen sind mehrheitlich pessimistischer.

Sachsenbarometer 06/2012

Industrie sieht Exportrückgang

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima das dritte Mal in Folge verschlechtert. Während sich die Geschäftslage insgesamt verbessert, rechnen die Befragten in den nächsten sechs Monaten eher mit schlechteren Geschäften - auch im Export. Zudem wollen die Industriebetriebe ihre Mitarbeiterzahl kräftiger abbauen.

Bau erwartet Klimaverbesserung

Nach dreimaligem Rückgang geht es am Bau wieder bergauf. Die Betriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufriedener und erwarten auch eine günstigere Entwicklung im zweiten Halbjahr. Den Angaben zufolge liegt die mittlere Geräteauslastung mit 74 Prozent unter der des Vormonats. Auch vor einem Jahr war sie besser. Die Auftragsreichweite ist im Schnitt leicht höher als im Mai. Ihre Belegschaften wollen die Firmen nicht mehr so stark reduzieren.

Handel fürchtet weniger Erlöse


Im Handel zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Während der Indikator im Einzelhandel gestiegen ist, hat sich das Geschäftsklima im Großhandel merklich abgekühlt. Die hiesigen Großhändler haben ihre Erwartungen deutlich zurückgenommen. Zudem bewerten sie ihre Lage weniger gut als im Mai. Die Einzelhändler hingegen beurteilen sowohl ihre Geschäftslage als auch die Erwartungen nicht mehr so negativ. Die Umsätze liegen per saldo erneut unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vormonat wollen die Handelsfirmen ihre Mitarbeiterzahl in den nächsten drei Monaten insgesamt verringern.

Insolvenzen nehmen weiter ab

Im ersten Halbjahr 2012 wurden 710 Unternehmensinsolvenzen registriert - vier Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Damit klingt das Insolvenzgeschehen im Gegensatz zum Bundesgebiet (plus 0,7 Prozent) langsam ab. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen geht von 3220 Fällen im Vorjahresquartal auf 2960 Fälle zurück. (SZ)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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