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Langer Anlauf zum Aufschwung - Sachsenbarometer 01/2013

Das Sachsenbarometer steigt. Die Unternehmen schöpfen neuen Mut für das kommende halbe Jahr. Besonders die Bauleute wittern Frühlingsluft.

Dresden. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Januar zum dritten Mal nacheinander verbessert. Das Wirtschaftsbarometer für Ostdeutschland ist ebenfalls kräftig gestiegen, in Sachsen allerdings nicht so stark. Die Unternehmer in Sachsen sind mit ihrer Geschäftslage nicht mehr so zufrieden wie im Dezember. Doch sie blicken dem ersten Halbjahr 2013 mit weniger Pessimismus entgegen als bisher.

Sachsenbarometer 01/2013


Industrie: Zehn Monate Abwärtstrend


In Sachsens verarbeitendem Gewerbe, also in Industrie und großen Handwerksbetrieben, hat sich das Geschäftsklima erneut etwas eingetrübt. Seit März 2012 weisen die Beurteilungen der Lage insgesamt einen Abwärtstrend auf. Aber bei den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate ist die Abwärtsbewegung gebrochen und eine Stabilisierung zu beobachten. Auslastung der Maschinen und Reichweite der Aufträge haben sich verbessert. Aus dem Auslandsgeschäft allerdings erwartet Sachsens Industrie negativen Einfluss.

Baubranche: Mehr Aufträge

Das Geschäftsklima in Sachsens Bauhauptgewerbe ist im Januar erheblich besser geworden. Die befragten Baufirmen berichten sowohl von einer besseren Geschäftslage als auch günstigeren Aussichten. Der kalte Winter im Januar und Auftragsmangel machen zwar fünf von zehn Unternehmen zu schaffen. Doch die durchschnittliche Geräteauslastung und der mittlere Auftragsbestand sind deutlich größer als vor einem Jahr.

Handel: Kunden geben weniger aus

Im sächsischen Handel hat sich das Geschäftsklima etwas eingetrübt. Im Großhandel wurde es etwas schlechter, im Einzelhandel dagegen etwas besser. Die befragten Unternehmen geben an, dass sie deutlich weniger Umsatz in den Kassen spüren als vor einem Jahr.

Gründungen: Dienstleister am aktivsten

Seit 2007 bewegen sich die Unternehmensgründungen in Sachsen auf einem nahezu gleichbleibenden Level. Der Dresdner Creditreform-Prokurist Thomas Schulz nennt die „guten Jobperspektiven für Arbeitnehmer" als Grund dafür, dass sich nicht viele selbstständig machen. Im vorigen Jahr gab es 1,7 Prozent mehr Neueintragungen ins Handelsregister als 2011. Die meisten Neugründungen verzeichnete der Dienstleistungssektor mit 2349 Betrieben. Das bedeutet fast sechs Prozent mehr als im Vorjahr, im verarbeitenden Gewerbe gab es 2,8 Prozent mehr. Auf dem Bau und im Handel dagegen fanden sich weniger Gründer als zuvor - vor allem bei Autohäusern. (SZ)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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