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Pleite muss nicht das Ende sein

Sachsens Wirtschaft zählt immer weniger Insolvenzen und beendet das Jahr schwungvoll. Das Beispiel Kurt Hähnichen ist exemplarisch: Es wird besser für Sachsens Wirtschaft.

Kurt Hähnichen ist eine Instanz in Riesa: als Kreishandwerksmeister, CDU-Stadtrat, vor allem aber als Chef und Inhaber eines Autohauses. Kein Wunder, dass eine Nachricht im Sommer im Elbland für besonderes Aufsehen sorgte: Das Autohaus „Gute Fahrt" mit mehr als 90 Mitarbeitern hat Insolvenz angemeldet, hieß es im Juni.

Der Autohändler ist einer von 1.260 Firmenchefs in Sachsen, die in diesem Jahr von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung betroffen waren. Das ist ein Rückgang um acht Prozent binnen zwölf Monaten und der niedrigste Stand seit elf Jahren. Thomas Schulz, Prokurist Creditreform Dresden, kennt die Gründe: „Die gute Konjunktur, aber auch die Stärkung des Eigenkapitals und der Liquiditätslage der Unternehmen".

Eigentlich war der 53 Jahre alte Kfz-Betrieb mit Standorten in Riesa, Strehla und Oschatz kein Pleite-Kandidat. Aufträge und Geld waren nach eigenem Bekunden da. „Wir haben immer alle Löhne und Sozialleistungen bezahlt", sagt Chef Hähnichen. Und: „Wir sind nicht ökonomisch gescheitert." Der 66-Jährige sieht sein Haus, „so absurd das klingt", als Opfer der Abwrackprämie. Durch sie seien Leasingfahrzeuge gegenüber Neuwagen über Nacht uninteressant geworden. Gleichwohl habe er geleaste Autos zu einem Preis zurückkaufen müssen, der weit über dem Verkaufswert gelegen habe. Folge: 170.000 Euro Verlust. Dann habe die Bank einen 1,4-Millionen-Euro-Kredit zurückgefordert. Hähnichen fühlt sich von Partner Audi im Stich gelassen. Der habe eine zugesagte Prozessunterstützung für den Rechtsstreit mit der Autovermietung verweigert. Damit sei nur noch der Gang zum Insolvenzgericht geblieben.

Doch der VW- und Audi-Spezialist ist zuversichtlich, dass die Sache für die verbliebenen 61 Beschäftigten und fünf Lehrlinge gut ausgeht. „Wir haben einen intakten Betrieb, keinen Investitionsstau, Kunden und Belegschaft halten zu uns, und ich habe Vertrauen in die Arbeit des Insolvenzverwalters", sagt der Chef. Auch gebe es einen Investor, dessen Namen er noch nicht nennen wolle. „Es geht weiter", so Hähnichen - zum Leidwesen der Konkurrenz.

Laut Creditreform spricht alles dafür, dass sich die gute Entwicklung 2014 fortsetzt. Das gilt auch für Deutschland insgesamt, wo 26.300 Firmenpleiten gezählt wurden. Nach Prognosen des Kreditversicherers Euler Hermes soll deren Zahl 2014 weiter auf 25.000, den niedrigsten Stand seit 19 Jahren, sinken. Und wen es doch erwischt? Eine Insolvenz muss nicht das Ende sein. „Nicht verzagen", sagen Experten.

Und das sagt sich auch Sachsens Wirtschaft. Auf das Mini-Tief vom November folgt ein schwungvoller Jahresausklang. Der Dämpfer wurde mehr als ausgeglichen, so der Tenor im Sachsen-Barometer.

Die Unternehmen blicken noch optimistischer auf das erste Halbjahr 2014. Der Arbeitsmarkt bleibt „in bester Verfassung". Laut der Konjunkturumfrage soll es vermehrt Einstellungen in den Firmen geben. Robert Lehmann, Konjunkturexperte im Ifo-Institut in Dresden, ist sich sicher: „Es wird deutlich besser laufen als in diesem Jahr. Wir rechnen mit einem starken Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent. Vor allem die Industrie und der Bau werden das Wachstum in Sachsen tragen."

Sachsenbarometer 12/2013Industrie: 2014 wird es besser

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe Sachsens hat sich im Vergleich zum November nicht verändert. Vor allem die Industriefirmen blicken mit deutlich mehr Freude in die Zukunft. Für die ersten sechs Monate 2014 erwarten sie einen günstigeren Verlauf ihrer Geschäfte.

Baugewerbe: Wetter spielt mit

Die Baufirmen können bis spät in den Dezember ihre Aufträge abarbeiten. Nur wenige Betriebe gaben an, dass die sie Witterung behindert habe. Es herrscht vollste Zufriedenheit. Angesichts hoher Geräteauslastung und gefüllter Auftragsbücher sollte das Stimmungshoch anhalten.

Handel: Super Weihnachtsgeschäft

Die Einzelhändler berichten von einem sehr guten Dezember. Insgesamt sind die Anbieter zufriedener mit ihren Geschäften als im Vormonat. Im Großhandel hingegen hat sich die Stimmung leicht verschlechtert. Beim Blick nach vorn dominiert bei den Unternehmen jedoch wieder die Zuversicht. (SZ/mr)




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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