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„Viele stehen mit dem Rücken an der Wand"

Das Sachsenbarometer sinkt. In einer Branche ist nicht nur die Stimmung schlecht, sondern auch die Zahlungsmoral.

So drastisch würde Wieland Richter die Botschaft nie formulieren. Aber das, was der Präsident des Landesverbandes des Sächsischen Verkehrsgewerbes (LSV) sagt, transportiert zwischen den Zeilen eine klare Botschaft: selbst schuld. Etliche Transport-Unternehmer im Freistaat, sagt Richter, würden „nicht richtig kalkulieren" und daher fast zwangsläufig „auf der letzten Rille fahren". Dass sie damit Mensch und Material über Gebühr strapazierten, sei betriebswirtschaftlich erst recht keine Lösung. „Das beschleunigt das Hamsterrad noch", betont Richter.

Auch wenn der LSV-Chef diese Strategie für „menschlich nachvollziehbar" hält - als Unternehmer, der in Großenhain eine Spedition mit 30 Mitarbeitern führt, ist er für klare Kante. „Dann muss ich auch mal Nein sagen." Zumindest zu Dumping-Frachtraten. Denn im ruinösen Preiswettbewerb mit der Konkurrenz aus Ost- und Südosteuropa mitfahren zu wollen, das führe in die Sackgasse. Ganz abgesehen davon, dass der ab kommendem Jahr geltende Mindestlohn die Situation eher noch verschärfen werde. „Viele Betriebe stehen mit dem Rücken an der Wand", sagt Richter.

Das lässt sich auch am Zahlungsverhalten ablesen: Es hat sich bei den sächsischen Transport-Unternehmen deutlich negativ entwickelt. Viele Firmen nutzen den sogenannten Lieferantenkredit noch mehr aus als schon vor einem Jahr. „Aufgrund mangelnder Bonität erhalten viele Transport-Betriebe nur sehr schwer Kredite. Mangels Alternativen wird also der Lieferantenkredit oft zur wichtigen Finanzierungsquelle", sagt Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden.

Konnte man voriges Jahr hoffen, dass sich die Zahlungsmoral in der Logistikbranche weiter verbessert, muss man diese Hoffnungen nun begraben. Mit mehr als 18 Tagen Zahlungsverzug ist der Transportbereich so schlecht wie zuletzt Anfang 2009 und hat sich gegenüber Ende 2013 um fast fünf Tage verschlechtert. Dabei, sagt Wieland Richter, gibt es zwei Kategorien von Rechnungen: Zum einen jene, die sich Speditionen untereinander stellen - sie bleiben „in der Regel noch länger liegen". Zum anderen die, die notwendig sind, um „den Laden am Laufen zu halten": Werkstatt- und Tankkarten-Rechnungen sowie Leasingraten. Hier sei es angeraten, „penibel auf die Zahlungsziele zu achten".
Das Transportgewerbe ist zwar ein Ausreißer nach oben. Doch der flexible Umgang mit Zahlungszielen ist für die sächsische Wirtschaft nicht untypisch. Im Schnitt waren die Firmen im Freistaat beim Begleichen der Rechnung im ersten Quartal 12,9 Tage überfällig. Das korreliert mit einer Eintrübung des Geschäftsklimas.

Sachsenbarometer 05/2014Industrie: Stimmugn rauscht in den Keller

Nach der deutlichen Verbesserung des Geschäftsklimas im Verarbeitenden Gewerbe Sachsens im Vormonat hat sich die Stimmung im Mai deutlich verschlechtert. Die Geschäfte der sächsischen Industriefirmen laufen weiterhin gut, aber nicht mehr so sehr wie noch im Monat davor. Auch über den zukünftigen Geschäftsverlauf äußern sich die befragten Unternehmen erheblich pessimistischer. Das wichtige Auslandsgeschäft dürfte in den kommenden Monaten nicht mehr so positiv verlaufen wie noch zu Beginn des Jahres.

Bau: Optimistischer Blick auf das Restjahr


Die sächsischen Baufirmen sind mit ihren momentanen Geschäften zufriedener als im April. Auch blicken sie dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres mit mehr Optimismus entgegen - niedrige Zinsen versprechen noch viele Bau-Aufträge.

Handel: Geschäfte laufen spürbar besser


Die sächsischen Handelsfirmen berichten insgesamt von einer guten Geschäftslage. Insbesondere im Großhandel Sachsens haben sich die Geschäfte spürbar verbessert. Die Unternehmen in beiden Handelsstufen gehen davon aus, dass ihre Verkaufspreise in der nahen Zukunft steigen werden.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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