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Sachsenbarometer 02/2016 - Betongold glänzt

Gute Geschäfte in Bau und Handwerk lassen das Sachsenbarometer steigen.

Die Tinte unter dem Vertrag ist erst ein paar Tage trocken. Und Gunter Schreiber ist immer noch hörbar zufrieden. Für ein großes Chemieunternehmen wird die MBM Metallbau Dresden GmbH, deren Geschäftsführer Schreiber ist, in den kommenden Monaten die Metall-Glasfassade eines Forschungs- und Laborgebäudes planen und errichten.

Der Auftrag „im hohen einstelligen Millionenbereich" sichere jetzt schon, dass der 1895 als Höntsch & Co. gegründete Spezialist für komplizierte Metallbaukonstruktionen das Jahr 2016 mit einem deutlich höheren Umsatz abschließen wird als das Vorjahr. Schreiber prognostiziert rund 23 Millionen Euro. Große Abweichungen, sagt der MBM-Chef, sollte es nicht mehr geben.
Zum einen, weil die Kapazitäten des 100-Mann-Unternehmens damit jetzt „sehr gut ausgelastet" seien. Zum anderen, weil der Wettbewerb anspruchsvoll ist: „Wenn Sie in einer Ausschreibung Zweiter werden, bringt das fürs Geschäft nichts", sagt Schreiber. Gewinne man die Ausschreibung indes, starte oft das, was Schreiber „Ad-hoc-Anlauf" nennt: Idealerweise gehen Planung, Fertigung und Montage innerhalb weniger Wochen über die Bühne, insbesondere bei privaten Auftraggebern.

Zu den Referenzen der MBM gehören auch die Kuppelkonstruktion des Dresdner Schlosses, verschiedene Projekte an Universitäten bundesweit oder die Fassadenausstattung der Staatsbibliothek Berlin. Zwei größere öffentliche Aufträge stehen schon für 2017 in den Büchern, dazu setzt Gunter Schreiber auf einen „aktiven Außendienst" und blickt „recht optimistisch" in die Zukunft.

Damit ist der Fassadenbau-Experte durchaus repräsentativ für die Stimmung und Lage in der sächsischen Wirtschaft. Entgegen dem bundesweiten Trend hat sich das Geschäftsklima der sächsischen Wirtschaft im Februar nochmals leicht aufgehellt.

Sachsenbarometer 02/2016Bau-Handwerk mit goldenem Boden

Großen Anteil an der positiven Stimmung hat das Handwerk. Eine deutliche Mehrheit der befragten Handwerksbetriebe im Freistaat bezeichnete die aktuelle Geschäftslage mit „sehr gut" oder „gut". Auch die Umsätze im Handwerk entwickelten sich weitgehend gut. 27,9 Prozent berichten von einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Frühjahr 2015, wogegen nur 12,5 Prozent einen Rückgang verzeichnen. Die erneut gute Umsatzentwicklung wurde insbesondere von den Bauhandwerkern getragen. „Insbesondere durch die Flucht in das Betongold entsteht eine große Nachfrage nach handwerklichen Leistungen", sagt Creditreform-Prokurist Thomas Schulz. Entsprechend entwickelten sich auch die Geschäfte im Bauhauptgewerbe selbst weiterhin rosig. Die Befragten waren mit ihren laufenden Geschäften etwas zufriedener als im Vormonat. Ihre Geräte waren im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich ausgelastet, ihre Auftragsbücher sind gefüllt. Euphorie verursacht das indes nicht: Die Geschäftserwartungen gingen nach untern - zum vierten Mal in Folge.

Im Handel klingeln die Kassen

Im sächsischen Handel legte der Geschäftsklimaindex nach seinem guten Jahresstart nochmals leicht zu. Die Einzelhändler äußerten sich zufriedener über ihre momentane Geschäftssituation, bei den Großhändlern hielt die positive Stimmung des Vormonats an. Zudem waren beide Handelssparten mit Blick auf das kommende halbe Jahr wieder optimistischer.

Die Industrie schwächelt

Zwar hat sich das Geschäftsklima in der Industrie nach seinem Einbruch im Vormonat im Laufe des Februars wieder stabilisiert, es bleibt jedoch unter dem Niveau der vergangenen zweieinhalb Jahre. Die sächsischen Industriebetriebe waren gegenüber Januar geringfügig weniger zufrieden mit ihren Geschäften; sie blickten aber auch nicht mehr ganz so pessimistisch in die Zukunft. Konsumgüterproduzenten zeigten zaghaft Zuversicht.


Text: Michael Weber (ifo-Institut), Lars Radau (Sächsische Zeitung) und Thomas Schulz (Creditreform)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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