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Sachsenbarometer 03/2016 - Warten auf die Konjunkturdelle

Sachsens Unternehmen haben kaum Grund zu klagen. Doch der Blick in die Zukunft lässt das Sachsenbarometer sinken.

Es dauert nur ein paar Sekunden, dann sind sie drin. Genau 4 257 Mal wurde im vergangenen Jahr in sächsische Wohnungen eingebrochen - das waren 10 Prozent mehr als im Jahr 2014. So steht es in der aktuellen Kriminalstatistik des Freistaates. Dort steht auch: Nur in jedem fünften Fall konnte der Täter gefasst werden. Einer der von dieser Entwicklung unfreiwillig profitiert ist Steffen Haupt. Er ist Geschäftsführer der Alarm- und Schließsysteme Baum GmbH in Dresden. „Der Sicherheitsgedanke bei vielen Bürgern ist gestiegen", beobachtet er. „Viele Kunden sind bereit, bis zu 3 000 Euro in die Sicherheitstechnik ihrer Häuser und Wohnungen zu investieren." Auch weil die KfW Investitionen in diesem Bereich bezuschusst. Die Jahre zuvor sei man da eher knauserig gewesen. „Die Branche boomt. Die Umsätze steigen um zehn bis 20 Prozent. Bei manchen noch deutlich stärker", weiß Haupt. Er und seine Mitarbeiter haben derzeit also voll zu tun.

Das können momentan nicht alle sächsischen Unternehmen von sich behaupten. Entgegen des bundesweiten Trends hat sich das Geschäftsklima der sächsischen Wirtschaft im März spürbar eingetrübt. Das belegt das Sachsenbarometer, der monatliche Wirtschaftsindikator der Sächsischen Zeitung. In allen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft korrigierten die Befragungsteilnehmer ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate nach unten. Im Frühling droht Sachsen eine Abkühlung der Konjunktur.

Doch momentan ist das Festgeldkonto der meisten Betriebe im Freistaat noch gut gefüllt. Die Liquidität der sächsischen Unternehmen erreichte im vierten Quartal des vergangenen Jahres wiederholt einen neuen Bestwert. Das führte auch dazu, dass die Firmen ihre Rechnungen pünktlicher bezahlten als jemals zuvor. Damit konnten die hiesigen Firmen ihren Vorsprung vor den anderen Bundesländern noch einmal ausbauen. Fast alle Branchen in Sachsen erreichten eine Verkürzung ihres Zahlungsverzugs. Am ausgeprägtesten ist diese Verbesserung im Verkehr- und Logistiksektor - um fast fünf Tage. „Die Betriebe in der Logistik profitieren aktuell von der guten Wirtschaftslage und Binnennachfrage. Zusätzlich führen die niedrigen Kraftstoffpreise zu einer Entspannung im Geldbeutel", urteilt Thomas Schulz, Prokurist Creditreform Dresden.

Sachsenbarometer 03/2016Bau: Jammern auf hohem Niveau

Im sächsischen Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung im März nur geringfügig eingetrübt. Die Befragungsteilnehmer berichteten von weiterhin fast unverändert rosigen Geschäften. Wie in den Vormonaten sind ihre Auftragsbücher gut gefüllt und ihre Geräte weit überdurchschnittlich ausgelastet. Für die kommenden Monate rechnen die sächsischen Baufirmen aber tendenziell mit einer Normalisierung der Baukonjunktur. Sie beließen ihre Geschäftserwartungen in etwa auf dem Niveau des Vormonats, nachdem sie diese zuvor deutlich gesenkt hatten.

Industrie: Angst vor der Zukunft


Im sächsischen Verarbeitenden Gewerbe ist der Trend des Ifo-Geschäftsklimaindex seit nunmehr zwei Jahren immerzu abwärts gerichtet. Auch im März ging der Index weiter zurück. Zwar liefen die Geschäfte im dritten Monat des Jahres nach wie vor gut, jedoch schraubten die sächsischen Industriebetriebe ihre Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr spürbar nach unten. Insbesondere unter den Maschinenbauern nahm der Pessimismus sprunghaft zu.

Handel: Umsätze gehen zurück

Der Geschäftsklimaindex für den sächsischen Handel ist im März nach zwei Anstiegen in Folge gesunken. Maßgeblich dafür war die Einschätzung der Einzelhändler, die mit ihren laufenden Geschäften nach einem überraschend guten Februar im März deutlich weniger zufrieden waren. Nach

eigenen Angaben machten sie weniger Umsatz als im März des Vorjahres. Zusätzlich korrigierten sie ebenso wie die Großhändler ihre Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr nach unten.


Text: Michael Weber (ifo-Institut), Marco Henkel (Sächsische Zeitung) und Thomas Schulz (Creditreform)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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