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Sachsenbarometer Sommer 2017 - Sachsens Wirtschaft brummt

Alle Indikatoren des Sachsenbarometers zeigen nach oben.
Klima, Geschäfts- und Auftragslage im Freistaat sind sehr gut. Allein: Dem Baugewerbe fehlen Fachkräfte.

Die Unternehmer im Freistaat waren im Sommer in allerbester Stimmung. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Sachsens erreichte im Juni mit 122,4 Punkten einen neuen Höchststand. Vor allem mit den laufenden Geschäften waren die Befragungsteilnehmer im Mai, Juni und Juli so zufrieden wie noch nie. Gleichzeitig hellten sich die Geschäftserwartungen der Befragungsteilnehmer kontinuierlich und spürbar auf. Die Konjunktur im Freistaat dürfte in der zweiten Jahreshälfte weiter Fahrt aufnehmen. „Die Stimmung in den sächsischen Betrieben erreicht bislang unerreichte Bestwerte", sagt Thomas Schulz, Prokurist bei der Creditreform Dresden. „Jetzt stehen die Firmen oft vor der Entscheidung, ihre Produktionskapazitäten durch Investitionen zu erhöhen - und vor der großen Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter zu finden."

Sachsenbarometer 09/2017



Industrie: Stetig steigende Auslastung, viele Aufträge
Besonders in der sächsischen Industrie laufen die Geschäfte derzeit auf Hochtouren. Die Kapazitätsauslastung steigt seit anderthalb Jahren ununterbrochen an und die Auftragsbestände rangieren auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Die Einschätzungen zur Geschäftslage brechen Monat für Monat alle Rekorde. Vor allem unter den sächsischen Investitionsgüterproduzenten, die sich bislang vergleichsweise zurückhaltend geäußert hatten, hat die Zufriedenheit stark zugenommen. Offensichtlich haben die deutschen Unternehmen damit begonnen, bislang aufgeschobene Investitionen zu tätigen. Die dafür erforderlichen Maschinen und Maschinenteile bestellen sie auch bei Unternehmen im Freistaat. Gleichzeitig hellten sich über die Jahresmitte auch die Geschäftserwartungen kontinuierlich auf. Die sächsische Industrie dürfte somit auch in der zweiten Jahreshälfte schnell und kräftig pulsieren. Allerdings dürften nach Ansicht der Befragungsteilnehmer vom Auslandsgeschäft auch in den kommenden Monaten nur geringe Impulse ausgehen.

Bau: Geschäft läuft, Mitarbeiter fehlen
Auf den Baustellen wird ebenfalls eifrig gewerkelt. Im Mai erreichte nicht nur die Zufriedenheit mit den laufenden Geschäften, sondern auch die Kapazitätsauslastung und der Auftragsbestand der Befragungsteilnehmer im sächsischen Bauhauptgewerbe neue Bestmarken. Im Juni und Juli konnte das hohe Niveau im Wesentlichen gehalten werden. Auch das heiße Wetter hat die Bautätigkeit nicht beeinträchtigt. Allerdings beklagten die befragten Bauunternehmer zunehmend einen Mangel an geeigneten Bauleuten. Dabei ist eine Abkühlung der hervorragend laufenden Baukonjunktur nicht in Sicht. Vielmehr erwarten die Befragungsteilnehmer, dass die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte nochmals etwas zunehmen dürfte. Angesichts der prall gefüllten Auftragsbücher dürften aber auch die Baupreise weiter steigen, wenn auch etwas langsamer als in den Vormonaten.

Handel: Privater Konsum beflügelt das Geschäft
Auch der sächsische Handel konnte im Juni ein Zwischenhoch verbuchen. Dank der guten Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation strömten die Verbraucher in die Geschäfte. Entsprechend berichteten die sächsischen Einzelhändler im Sommer von einer nochmals etwas besseren Geschäftslage als im Frühjahr. Im sächsischen Großhandel blieben die Einschätzungen in etwa konstant. Allerdings gaben im Juli die Lageeinschätzungen beider Handelsbereiche wieder etwas nach. Die Geschäftserwartungen, die sich im Verlauf des Frühsommers spürbar verbessert hatten, blieben indes unter dem Strich bis zuletzt optimistisch. Das ifo-Institut geht davon aus, dass der private Konsum auch in den kommenden Monaten spürbar zum konjunkturellen Schwung beitragen wird.

Zahlungsmoral: Sachsens Firmen bundesweit vorn
Sachsens Unternehmen sind im Bundeslandvergleich die pünktlichsten Zahler. Gleichwohl hat sich eine leichte Verzögerung eingeschlichen: Die Firmen im Freistaat zahlen ihre Rechnungen im Vergleich zum Vorquartal mehr als einen halben Tag später. Mit 8,7 Tagen Verzug nach Zahlungsziel liegt Sachsen nur knapp vor Bayern mit 8,75 Tagen. Deutschlandweit beträgt der Zahlungsverzug im Schnitt 9,6 Tage.

Anlass zur Sorge besteht in Sachsen dennoch nicht. Die langfristige Historie über die letzten drei Jahre zeigt, dass sich die Entwicklung - mit einzelnen Ausreißern - stetig verbessert hat. So lag der Verzug vor drei Jahren noch bei über 12 Tagen in Sachsen und über 13 Tagen in Deutschland.

Eine markante Verschlechterung indes zeigen unter Branchengesichtspunkten die Betriebe des Baugewerbes im Freistaat. Waren es im ersten Quartal 2017 noch 11,4 Tage Zahlungsverzug, so sind es im zweiten Quartal 15 Tage - ein Zuwachs von immerhin fast vier Tagen! Im Vergleich zum Vorquartal des laufenden Jahres zeigt auch der Sektor „Verkehr und Logistik" eine wachsende Schwäche: Hier hat der Zahlungsverzug um fast zwei Tage zugenommen - von 12 Tagen im ersten Quartal 2017 auf 14 Tage im zweiten Quartal. Die besten Noten bekommt aktuell der Einzelhandel mit 4,6 Tagen Verzug sowie - mit dem Einzelhandel wohl verbunden - die Hersteller von Konsumgütern mit 8,2 Tagen.


Text aus "Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung", Ausgabe September 2017
Autoren: Lars Radau (Sächsische Zeitung), Michael Weber (ifo-Institut) und Thomas Schulz (Creditreform)
Grafik: Gernot Grunwald (Sächsische Zeitung)




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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