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Insolvenzen in Europa, Jahr 2005/2006

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Insolvenzen in Europa, Jahr 2005/2006

Rückgang Unternehmensinsolvenzen
Die Zahl der Unternehmen in Westeuropa, die von Insolvenzen betroffen sind, ist zurückgegangen. Waren 2004 150.300 Betriebe betroffen, so sind es 2005 noch 147.200. Nach zwei Jahren der Steigerung ist ein Rückgang um zwei Prozent erreicht worden. Insolvenztreiber sind Österreich, Griechenland, Portugal, Frankreich und Italien. Deutschland hat es nach vielen Jahren der Zunahme von Unternehmensinsolvenzen geschafft, ein Minus von 3,5 Prozent bei den Insolvenzen zu schreiben.

Inso in Europa Abb.1

Frankreich und Deutschland bestimmen Insolvenzen
Seit einigen Jahren bereits bewegt sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa bei einer Marke von rund 150.000 Betrieben. Dabei sind es vor allem die großen Volkswirtschaften Deutschlands und Frankreichs, die zusammen über die Hälfte des Unternehmensinsolvenzgeschehens 2005 ausmachen (Deutschland: 37.900 Unternehmensinsolvenzen; Frankreich: 42.900).

Inso in Europa Abb.2

Stabilität der Unternehmenslandschaft
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den einzelnen Ländern ist vor dem Hintergrund der Zahl der existierenden Unternehmen zu sehen. Mit 130 Pleiten pro 10.000 Unternehmen liegt Deutschland im Ranking etwa im Mittelfeld. Die guten Insolvenzquoten der Mittelmeeranrainer beruhen nicht zuletzt auf der hohen Zahl der Selbstständigen – etwa im Agrarbereich – in diesen Ländern.

Inso in Europa Abb.3

Zahlungsverhalten hat Tradition
In Deutschland häufen sich die Klagen über das schlechte Zahlungsverhalten der Abnehmer und Kunden. Das Zahlungsverhalten ist aber nicht nur Ausdruck der wirtschaftlichen Situation des Schuldners, sondern beruht auch auf Traditionen und Mentalitäten, die in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind. So herrscht durchaus ein Nord-/Süd-Gefälle vor: Während die Schuldner in Skandinavien relativ schnell ihre Rechnungen begleichen, lässt man sich in Südeuropa mehr Zeit. Immerhin wurden in den meisten Ländern, für die verlässliche Zahlen vorliegen, im Jahr 2005 Rückgänge gegenüber dem Vorjahr registriert. Auch in Deutschland hat sich der durchschnittliche Zahlungseingang von 42 auf 40 Tage verbessert.

Inso in Europa Abb.4

Privatinsolvenzen weiter auf Vormarsch
Während die Unternehmen in Westeuropa einen Rückgang bei der Zahl der Insolvenzen verzeichnen, kommt es bei den Insolvenzen natürlicher Personen zu einem deutlichen Zugang. Um rund ein Viertel (2004: 143.000; 2005: 180.000) ist die Zahl privater Insolvenzen gestiegen. Nicht alle europäischen Länder kennen das Instrument der privaten Insolvenz, und nicht für alle Länder liegen Zahlen vor. Immerhin stellt Deutschland mehr als die Hälfte der Privatinsolvenzen in Europa. In dieser Steigerung (plus 24,6 Prozent) wird es nur von Großbritannien mit einem Plus von 34,2 Prozent übertroffen. Ein Ende der Privatinsolvenzfälle ist nicht abzusehen.

Inso in Europa Abb.5

Bedrohte Arbeitsplätze
Im Zuge der Rückgänge bei den Unternehmensinsolvenzen hat auch die Zahl der bedrohten Arbeitsplätze abgenommen. 2004 waren 1,6 Millionen Beschäftigte in Westeuropa von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen, 2005 sind es 1,5 Millionen. Diese Verbesserung hängt aber nicht nur mit der Abnahme bei der Gesamtzahl der Insolvenzen zusammen, sondern auch damit, dass eher kleinere Betriebe betroffen sind. Außerdem greifen bei Großinsolvenzen vielfältige Sanierungs- und Buyout-Maßnahmen, die von dem Bemühen geprägt sind, Arbeitsplätze zu erhalten.

Inso in Europa Abb.6

Handel und Bau stärker betroffen
In fast allen westeuropäischen Ländern finden sich die meisten Unternehmensinsolvenzen im Tertiärsektor: Handel und Dienstleister stellen rund 70 Prozent der betroffenen Unternehmen. Dabei hat 2005 gegenüber dem Vorjahr der Dienstleistungsbereich eine Verbesserung seines Anteils von 44,7 (2004) auf 39,2 Prozent erreichen können. Dagegen machen sich die Probleme des Groß- und Einzelhandels in einer europaweiten Zunahme des Insolvenzanteils von 26,5 (2004) auf 31,6 Prozent (2005) bemerkbar. Anders als in Deutschland, wo der Bausektor in den letzten Monaten Verbesserungen erfährt, hat in Gesamtwesteuropa der Anteil des Baugewerbes an den Insolvenzen von 18,6 auf 19,8 Prozent zugenommen.

Inso in Europa Abb.7

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