KONTAKT

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns...

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner bei Creditreform Dresden

So finden Sie uns

Wie freuen uns auf Ihren Besuch...

Insolvenzen in Europa 2012/13 - Massiver Insolvenzanstieg in den Krisenstaaten

Neben der Studie zu den deutschen Insolvenzen arbeitete die Creditreform Wirtschaftsforschung kürzlich auch die jährlich durchgeführte Analyse zu den europäischen Insolvenzzahlen aus. Dabei liegt der Fokus auf einer Gesamtansicht des vergangenen Jahres. Damit zeigt die Creditreform Wirtschaftsforschung anhand einer umfangreichen Darstellung, wie es um die Stabilität der Unternehmen im Hinblick auf die Insolvenzen und die Insolvenzgefährdung aussieht.

Insbesondere für mittelständische Exportunternehmen, die nicht mit eigenen Produktions- oder Vertriebsstützpunkten im europäischen Ausland vertreten sind, ist es entscheidend zu wissen, wie sich die Risikosituation in der Zusammenarbeit mit Unternehmen in den Ländern jenseits der Grenze verhält. Die 27 Mitgliedsstaaten des europäischen Wirtschaftsraums bilden den größten gemeinsamen Markt der Welt. Zwei Drittel des gesamten EU-Handels entfallen auf den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. Gerade für deutsche Unternehmen ist die Entwicklung der Insolvenzsituation in den Nachbarländern von großer Bedeutung, wurden doch 2012 Waren im Wert von mehr als 600 Mrd. Euro in die Mitgliedsstaaten exportiert. So dienen die vorliegenden Insolvenzzahlen für Europa einerseits als Indikator für die wirtschaftliche Situation des jeweiligen Landes, andererseits spiegeln sie auch das jeweilige Exportrisiko wider.

Welche Fakten bleiben also festzuhalten? Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in Westeuropa im Jahr 2012 gegenüber 2011 um 2,6 Prozent gestiegen. Waren es 2011 rund 173.000 Insolvenzanträge, die von den örtlichen Gerichten in den Ländern angenommen worden waren, sind 2012 rund 178.000 Insolvenzen zu zählen. In diese Rechnung wurden auch die Nicht-Mitgliedsländer Norwegen und die Schweiz aufgenommen. Die massivsten Zugänge bei der Zahl der Insolvenzen binnen Jahresfrist zeigen die Krisenstaaten mit 13,5 Prozent in Italien, über 32,0 Prozent in Spanien und bis zu 41,6 Prozent in Portugal. Auf der anderen Seite steht Irland mit nur einem moderaten Zuwachs von 2,8 Prozent bei den Insolvenzzahlen 2012 gegenüber 2011. Eine Überraschung im Hinblick auf das Unternehmensinsolvenzgeschehen meldet Griechenland: Hier ist die Zahl der insolventen Betriebe von 445 (2011) auf 415 (2012) sogar um 6,7 Prozent rückläufig.

Unternehmensinsolvenzen auf einen Blick

Insolvenzen in Europa, 2013


Bei der vergleichsweise geringen Zahl von insolventen griechischen Unternehmen ist zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um registrierte insolvente Unternehmen handelt. Daneben stehen noch 721 beantragte Insolvenzen in Griechenland (Vorjahr: 882 Unternehmen). Hier gilt - wie für Spanien -, dass das Insolvenzgeschehen nur einen Bruchteil der Liquidationen wiedergibt. So wurden nach Angaben der Deutschen Außenhandelskammer in Athen 2012 insgesamt 69.000 Handelsunternehmen geschlossen.

Auch in Spanien, wo sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen innerhalb der letzten sechs Jahre immerhin verneunfachte, bestimmen neben den amtlichen Insolvenzen (7.799 in 2012) Liquidationen das Geschehen in der Ausdünnung der Unternehmenslandschaft. Im Zeitraum seit 2007 wurden rund 210.000 Unternehmen geschlossen. Von 1,4 Millionen vor allem mittelständischen Unternehmen (97 Prozent) ist man auf der iberischen Halbinsel nunmehr bei einem Bestand von 1,2 Millionen registrierten Unternehmen angekommen.

In Irland dagegen mag die moderate Entwicklung (plus 2,8 Prozent bei den Unternehmensinsolvenzen) tatsächlich den erreichten Verbesserungen, etwa bei den Lohnstückkosten und auch bei den Staatsschulden, geschuldet sein, heißt es in der Studie der Creditreform Wirtschaftsforschung.

Auffällig unter den Ländern, die binnen Jahresfrist einen zweistelligen Zuwachs der Unternehmensinsolvenzen zu registrieren hatten, ist die Entwicklung in den Niederlanden. Um 19,4 Prozent haben die Insolvenzen von 6.176 in 2011 auf 7.373 in 2012 zugelegt.

Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa 2012

Insolvenzen in Europa - Länder, 2013


Und nun zu den positiven Entwicklungen: Nicht nur Deutschland, mit rund fünf Prozent weniger Insolvenzen 2012 (2012: 28.720; 2011: 30.120), auch Frankreich (minus 2,4 Prozent) und Großbritannien (minus 3,9 Prozent) zeigen eine positive Entwicklung bei der Stabilität der Unternehmen. Als Primus erweist sich das Nicht-EU-Land Norwegen mit minus 12,4 Prozent bei 3.814 Unternehmenszusammenbrüchen. Seit dem Höchststand der jüngsten Vergangenheit in 2009 mit 5.013 Insolvenzen aus der allgemeinen Schuldenkrise heraus, hat das Land einen kontinuierlichen Verbesserungskurs bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen einschlagen können.

CrefoINFO

Unser Newsletter - kompakte
Informationen für Entscheider

Vorsicht beim Umgang mit digitalen Rechnungen

Elektronische Rechnungslegung ist in vielen Unternehmen Alltag. Dennoch sollten Sie einige Fehlerquellen im Blick behalten.

Neues Geldwäschegesetz vom Bundestag beschlossen

Die wesentlichen Änderungen im neuen Geldwäschegesetz durch den Bundestag auf einen Blick.

Verjährungsfristen: Zahlungsansprüche vor Jahresende sichern

Jährlich gehen Gläubigern Millionenbeträge verloren, weil Verjährungsfristen nicht beachtet werden. Kennen Sie die Fristen?

SachsenBAROMETER

Informationen zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Region

Sachsenbarometer Herbst 2017 - Gute Stimmung macht höhere Preise

Das Sachsenbarometer zeigt: Die Wirtschaft im Freistaat läuft hervorragend. Daraus wollen die Firmen Nutzen ziehen – mit Preiserhöhungen.

Sachsenbarometer 09/2017 - Sachsens Wirtschaft brummt

Alle Indikatoren des Sachsenbarometers zeigen nach oben. Nur dem Baugewerbe fehlen Fachkräfte.

Sachsenbarometer 1. Halbjahr 2017 - Aufschwung mit Atempause

Die sächsische Wirtschaft wächst kontinuierlich – mal mehr, mal weniger schwungvoll. Dabei sind die Firmen sehr solide.

CrefoANALYSEN

Überregionale Analysen zu
wirtschaftlichen Entwicklung

Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2017

Niedrigster Stand der Unternehmensinsolvenzen seit 23 Jahren.

Zahlungsverhalten in Sachsen, 3. Quartal 2017

Trendwende im Zahlungsverhalten? Vom Musterknaben zum Nachsitzer: Sachsens Unternehmen zahlen Rechnung schlechter.

SchuldnerAtlas Deutschland, 2017

Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen.

Startseite Impressum Über uns Anfahrt Sitemap Presse
(c) Creditreform Dresden | Augsburger Str. 4 | D-01309 Dresden
Tel: +49 351 4444-444 | Fax: +49 351 4444-555 | E-Mail: info@dresden.creditreform.de