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Insolvenzen in Europa 2012/2013 - Handel und Dienstleister führen das Ranking an

Zum Hintergrund: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in Westeuropa im Jahr 2012 gegenüber 2011 um 2,6 Prozent gestiegen. Waren es 2011 rund 173.000 Insolvenzanträge, die von den örtlichen Gerichten in den Ländern angenommen worden waren, sind 2012 rund 178.000 Insolvenzen zu zählen. In diese Rechnung wurden auch die Nicht-Mitgliedsländer Norwegen und die Schweiz aufgenommen. Die Unternehmensinsolvenzen sind in Westeuropa im Jahr 2012 gegenüber 2011 um 2,6 Prozent gestiegen. Die aktuelle Thematik im zweiten Teil: Insolvenzen in Europa, gegliedert nach einzelnen Branchen.

Was bleibt nach Auswertung der Creditreform Wirtschaftsforschung festzuhalten? Mehr als zwei Drittel der westeuropäischen Unternehmensinsolvenzen sind im Handel sowie Dienstleistungssektor anzusiedeln. Während der Handel (inkl. Hotel- und Gaststättensektor) einen Anteil von 30,4 Prozent hält, sind es im Dienstleistungsbereich sogar 38,2 Prozent. Ein weiteres Fünftel des Insolvenzgeschehens wird vom Bau (20,8 Prozent), ein Zehntel (10,5 Prozent) vom Verarbeitenden Gewerbe getragen. Während der Anteil des Baugewerbes von 21,4 auf 20,8 Prozent binnen Jahresfrist leicht abnahm und sich auch der Handel von 31,2 auf 30,4 Prozent ein wenig stabilisierte, zeigt der Dienstleistungssektor einen Zugang gegenüber dem Vorjahr von 36,9 auf 38,2 Prozent.

Für das vergangene Jahr kann anhand einer grafischen Darstellung das Insolvenzgeschehen in Westeuropa in den Hauptwirtschaftsbereichen Handel, Dienstleistung, Bau und Verarbeitendes Gewerbe wie folgt festgehalten werden:

Insolvenzen nach Branchen (Europa) 2013

Dabei sind die Anteile der Hauptwirtschaftsbereiche in den einzelnen Ländern stark unterschiedlich. So verzeichnet das insgesamt stabile Verarbeitende Gewerbe in den Ländern Portugal (23,5 Prozent), Italien (22,7 Prozent) und schließlich in Spanien (19,4 Prozent) eine besonders hohe Zahl.

Hier ist hinzuzufügen, dass es sich weniger um Industriebetriebe handelt, als vielmehr um kleine, handwerklich ausgerichtete Gewerbetreibende. Dass der Bausektor in Spanien mit 31,5 Prozent am deutlichsten über dem Durchschnitt Europas liegt, ist angesichts der Überkapazitäten im Zeichen der Immobilienkrise wenig verwunderlich. Eine Vielzahl von Bauunternehmen weisen auch Frankreich (26,4 Prozent), Finnland (25,7 Prozent) und Irland (24,6 Prozent) auf. Der Handel, mit 30 Prozent einer der Hauptvertreter der Insolvenzen, ist besonders in Belgien (45,6 Prozent), in Frankreich (39,2 Prozent), in Portugal (38,4 Prozent) und schließlich in Norwegen (38,3 Prozent) gefährdet.

Einen hohen Anteil von Dienstleistungsunternehmen tragen vor allem Luxemburg (62,4 Prozent), Deutschland (57,0 Prozent) und Dänemark (56,5 Prozent). Mit den folgenden Ländern Schweden (54,0 Prozent) und Österreich (48,7 Prozent) zeigt sich, wie auch bei der Schweiz (48,3 Prozent), dass ein großer Teil von Insolvenzen im Dienstleistungssektor mit einer hochentwickelten und vielfach auch stabilen Volkswirtschaft einhergeht.

Insolvenzen in den Hauptwirtschaftsbereichen 2012

Europainsolvenzen nach Branchen, 2013

Insgesamt ist der Dienstleistungssektor, alleine schon aufgrund der hohen Zahl bestehender Unternehmen, relativ gesehen am wenigsten insolvenzanfällig. Pro 10.000 Unternehmen beträgt die Insolvenzquote 52 Betriebe. Es folgen das Verarbeitende Gewerbe (63 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen) und der Handel (90 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen). Am stärksten betroffen ist das Baugewerbe mit 107 Pleiten je 10.000 Baubetriebe.

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