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Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, 1. Halbjahr 2008

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Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, Halbjahr 2008

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb3

Grafik III herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (191,00 kByte)


Unternehmensinsolvenzen rückläufig - und erstmals auch Verbraucherinsolvenzen mit positiven Zahlen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen beträgt im ersten Halbjahr 2008 14.400 Fälle. Das entspricht einem Rückgang von 5,1 Prozent im Jahresverlauf (1. Halbjahr 2007: 15.180). Insgesamt befassten sich die Gerichte in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 mit 76.700 Insolvenzfällen. Dies ist ein Rückgang von 7,5 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr.

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb1

Grafik I herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (204,00 kByte)


Auch die Verbraucherinsolvenzen verzeichnen im ersten Halbjahr 2008 - zum ersten Mal seit Einführung der neuen Insolvenzordnung - eine Abnahme: Um 7,2 Prozent auf 48.350 Privatpersonen gingen die Fälle zurück (Vorjahr: 52.120). Die „sonstigen" Insolvenzen (überschuldete Nachlässe, Insolvenzen von ehemals selbstständig Tätigen und Gesellschaftern) reduzieren sich im Jahresverlauf um 10,6 Prozent auf 13.950 Fälle.

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb2

Grafik II herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (183,00 kByte)


In Westdeutschland nehmen die Unternehmensinsolvenzen nicht so stark ab wie in Ostdeutschland. Während sich im Westen die Konkurse von Betrieben um 2,7 Prozent auf 11.350 Fälle reduzieren (Vorjahr: 11.660), gehen die Insolvenzen im Osten um 13,4 Prozent auf 3.050 betroffene Unternehmen (Vorjahr: 3.520) zurück.

Mittelkürzungen Ursache für Rückgang der Verbraucherinsolvenzen

Auch bei den Rückgängen der Verbraucherinsolvenzen zeigen die neuen Bundesländer einen deutlich stärkeren Trend zur Abnahme als die alten: So sanken die Insolvenzen von Privatpersonen im Osten um 14,9 Prozent auf 11.950 Fälle (1. Halbjahr 2007: 14.040), während im Westen nur ein leichter Rückgang um 4,4 Prozent auf 36.400 (1. Halbjahr 2007: 38.080) Fälle zu registrieren ist.

Verantwortlich für den erstmaligen Rückgang der Verbraucherinsolvenzen seit Einführung der Insolvenzordnung ist nach Ansicht von Experten weniger eine Verbesserung der Situation der Überschuldeten in Deutschland als vielmehr die Kürzung der Beratungsmittel von Seiten der Gerichte.

Der Schaden durch die Unternehmensinsolvenzen beläuft sich für das erste Halbjahr 2008 auf insgesamt 15,3 Milliarden Euro und beträgt damit 0,9 Milliarden Euro weniger als noch vor einem Jahr. Davon entfällt der Löwenanteil - nämlich 10,2 Milliarden - auf private Gläubiger; der öffentlichen Hand fehlen insgesamt 5,1 Milliarden Euro durch Insolvenzausfälle.

Die durchschnittliche nicht einbringliche Forderungssumme pro Unternehmensinsolvenz beträgt für das erste Halbjahr 2008 708.000 Euro - im vergangenen Jahr waren es noch 711.000 Euro, die pro Insolvenz offen blieben.

Die insolvenzbedingt drohenden Arbeitsplatzverluste verringerten sich parallel zur Abnahme der Unternehmensinsolvenzen um 12,5 Prozent und belaufen sich für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres auf 164.500 Betroffene (Vorjahr: 188.000).

Insolvenzen im Handel nehmen gegen den Trend zu
Am deutlichsten abgenommen haben die Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe: Um 25,0 Prozent auf 1.170 betroffene Betriebe (Vorjahr: 1.560) haben die Konkurse im Jahresverlauf abgenommen. Der Handel hingegen verzeichnete einen Anstieg der Insolvenzen um 2,7 Prozent auf 3.410 betroffene Unternehmen (Vorjahr: 3.320).

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb4

Grafik IV herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (204,00 kByte)


Bei den Rechtsformen dominieren nach wie vor die Kleingewerbetreibenden, obwohl ihr Anteil binnen Jahresfrist von 55,5 Prozent auf 53,2 Prozent abnahm. Die Konkurse der GmbH legten hingegen zu, und zwar von 30,6 auf 32,8 Prozent.

Mehr als jeder vierte insolvente Betrieb setzt weniger als 100.000 Euro im Jahr um. Ein weiteres Viertel (23,4 Prozent; Vorjahr: 23,9 Prozent) fällt in die Umsatzklasse zwischen 100.000 und 250.000 Euro.

Ein Drittel (34,0 Prozent; Vorjahr: 34,0 Prozent) der Insolvenzen stellen Unternehmen, die nicht älter als vier Jahre sind. Die Zahl der insolventen Betriebe, die schon mehr als zehn Jahre am Markt agieren, nahm im Jahresverlauf leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 34,6 Prozent ab.

Osterode am Harz weist höchste Insolvenzgefährdung für Unternehmen auf

Der Creditreform-Risiko-Indikator (CRI) misst die Insolvenzwahrscheinlichkeit von Unternehmen in einem bestimmten Kreis oder in einer kreisfreien Stadt. Er wird errechnet, indem man die Zahl der Unternehmen mit Negativmerkmalen (etwa Insolvenzverfahren oder Eidesstattliche Versicherungen) durch die Zahl der Unternehmen einer Region teilt.

Die Auswertung für das Gesamtjahr 2007 ergab, dass die Unternehmen im Kreis München mit einem CRI von 0,91 am wenigsten insolvenzgefährdet sind. Auf Platz zwei und drei folgen die Kreise Rottal-Inn und der Ostalbkreis. Dagegen liegt der CRI von Osterode im Harz bei 3,80 und markiert damit den Kreis mit der höchsten Insolvenzgefährdung. Den vorletzten Platz belegt die Stadt Herne mit einem CRI von 3,74 Prozent.

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb5

Grafik V herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (201,00 kByte)


PIN, Astroh, Lucia und Co.

Auch in der ersten Hälfte des Jahres 2008 beschäftigten einige spektakuläre Insolvenzen die Medien, allen voran die Pleite der PIN Group AG. Auch die Insolvenz des Küchenherstellers Astroh brachte Ungemach nicht bloß über die 750 betroffenen Angestellten, sondern auch die Gläubiger, die für ihre Küchen in Vorleistung gegangen waren. Ebenfalls mehr als 500 Arbeitnehmer sind von den Niedergängen der Multi-Media Pro-Markt Handels GmbH, des Speditionsunternehmens RicÖ und dem Bekleidungshersteller Lucia betroffen.

Sechs Prozent weniger Neugründungen - 67.000 neue wirtschaftsaktive Start-ups
In der ersten Hälfte des laufenden Jahres wurden deutschlandweit 413.700 Gewerbeanmeldungen registriert, das entspricht einem Rückgang um knapp 28.000 Betriebe oder 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Abmeldungen sank ebenfalls - allerdings lediglich um gut drei Prozent auf 349.300.

Inso, Neu, Lösch01/2008, Abb6

Grafik VI herunterladen: Inso, Neugr, Lösch 01/2008 (261,00 kByte)


Die deutliche Abnahme der Neuanmeldungen ist im Wesentlichen der guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt geschuldet. Im Gleichschritt mit der sinkenden Zahl der Gewerbeneuanmeldungen sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auch die Handelsregistereintragungen rückläufig. So ließen sich 44.300 (Vorjahr: 50.500) Unternehmen in das Handelsregister eintragen, deren Rechtsform auf eine größere Wirtschaftsaktivität schließen lässt. Am gründungstärksten war hierbei erneut der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von gut 36 Prozent aller Handelsregisterneueintragungen.

Insgesamt identifiziert die Creditreform Wirtschaftsforschung im ersten Halbjahr 67.000 wirtschaftsaktive Neugründungen. Dabei sind etwa 166.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Neugründungen anfällig für Finanzmarktkrise

Die aktuellen Verschärfungen der Finanzierungsbedingungen treffen neu gegründete Unternehmen: Für 55,7 Prozent der jungen Unternehmen ist es schwieriger geworden, Investitionskapital zu erhalten. Höhere Fremdkapitalkosten und die gestiegenen Sicherheitsbedürfnisse der Gläubiger machen das Wachstum für Gründer teurer.

Gründerinnen schaffen Arbeitsplätze
Nur 21 Prozent der neu gegründeten Unternehmen werden von einem weiblichen geschäftsführenden Gesellschafter geleitet. Deutlich aktiver als ihre männlichen Kollegen sind Gründerinnen im Einzelhandel (15,9 Prozent gegenüber 9,6 Prozent bei allen Gründungen) sowie im Sektor der personenbezogenen Dienstleistungen (9,9 Prozent vs. 7,1 Prozent). Jedes zweite (49,4 Prozent) von einer Frau gegründete Unternehmen beschäftigt zumindest zwei Arbeitnehmer. Über alle Gründungen hinweg liegt dieser Anteil fünf Prozentpunkte niedriger.

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