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Insolvenzen, Neugründungen, Löschungen, Jahr 2009

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Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, Jahr 2009

Zweistelliger Anstieg der Unternehmensinsolvenzen, Stagnation bei Verbraucherinsolvenzen
Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf 34.300 Fälle (Vorjahr: 29.580).

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.1

Grafik I herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (244,00 kByte)

Bei den Verbraucherinsolvenzen gab es dagegen eine Stagnation auf hohem Niveau. Nach 98.450 Verfahren im vergangenen Jahr erklärten 2009 98.800 Personen ihre Zahlungsunfähigkeit. Die sonstigen Insolvenzen, wie Nachlasskonkurse und ehemals selbstständig Tätige, belaufen sich auf 28.700 Fälle (Vorjahr: 27.880). Insgesamt wurden in diesem Jahr 161.800 Insolvenzen registriert - ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber 2008 (155.910 Fälle).

Insolvenzschäden auf Rekordniveau

Die Insolvenzschäden für die Volkswirtschaft belaufen sich für dieses Jahr auf 48,6 Mrd. Euro. Damit liegt das Schadensniveau um 19,6 Mrd. Euro oder 67,6 Prozent über dem des Vorjahres (29,0 Mrd. Euro).

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.2

Grafik II herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (191,00 kByte)

Pro Insolvenzfall sind durchschnittlich 1,1 Mio. Euro an Forderungen ausstehend (Vorjahr: 710.000 Euro). Den Großteil des Geldes werden die Gläubiger abschreiben müssen. Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Arbeitnehmer nimmt ebenfalls deutlich zu: 521.000 Arbeitsplätze (Vorjahr: 447.000) sind bei insolventen Unternehmen bereits weggefallen oder in Gefahr.

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.3

Grafik III herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (242,00 kByte)

Starker Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe, mehr Großinsolvenzen

Im Verarbeitenden Gewerbe nahmen die Insolvenzzahlen deutlich um 40 Prozent auf 3.500 betroffene Unternehmen zu (Vorjahr: 2.500). Dabei verzeichnete der Westen Deutschlands einen Anstieg der Insolvenzfälle um 46,0 Prozent, im Osten beläuft sich der Zuwachs auf 14,6 Prozent.

Im Baugewerbe fiel der Anstieg aufgrund der staatlichen Konjunkturhilfen dagegen moderat aus. Nach 5.410 Betrieben im Jahr 2008 mussten in diesem Jahr 5.550 Baufirmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten (plus 2,6 Prozent).

In der Dienstleistungsbranche sind 17.780 Unternehmen (Vorjahr: 15.380) in die Insolvenz gerutscht - ein Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit plus 18,8 Prozent weist der Handel den zweithöchsten Zuwachs der vier Hauptwirtschaftsbereiche auf.

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.5

Grafik IV herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (270,00 kByte)

2009 war das Jahr der Großinsolvenzen mit dem Zusammenbruch des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor als Höhepunkt. Die Zahl der insolventen Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro stieg binnen eines Jahres von 60 auf rund 200. Das Gros des Insolvenzgeschehens spielt sich aber weiterhin im Mittelstand ab. In 77,2 Prozent (Vorjahr: 80,6 Prozent) der insolvent gewordenen Firmen waren höchstens fünf Mitarbeiter beschäftigt.

Krise stärker im Westen

Im Osten Deutschlands nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 13,8 Prozent auf 6.700 Fälle zu (Vorjahr: 5.890), während auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik ein Zuwachs von 16,5 Prozent auf 27.600 Verfahren (Vorjahr: 23.690) zu verzeichnen ist. Trotz des Anstiegs der Unternehmenspleiten zwischen Rostock und Dresden liegt die aktuelle Zahl auf dem drittniedrigsten Wert seit 1999. Im Westen wurde in den letzten zehn Jahren dreimal (2003 bis 2005) ein höherer Wert gemessen als derzeit.

Wer ging pleite?

Die größte Insolvenz der vergangenen Jahrzehnte ist sicherlich die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor. Ein Großteil der Versandhandelssparte mit dem Hauptgeschäft Quelle wurde bereits abgewickelt. Hoffnung gibt es noch für die Karstadt-Warenhäuser. Zu den Großinsolvenzen 2009 zählen auch der Handelsdiscounter Woolworth, der Chiphersteller Qimonda und der Modekonzern Escada. Zudem gab es eine Reihe von Firmenzusammenbrüchen in der Automobilzuliefererindustrie. Die Branche verzeichnete eine Verdreifachung der Insolvenzzahlen gegenüber dem Vorjahr. Die größten und bekanntesten Namen lauten Karmann, Edscha und Aksys.

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.6

Grafik V herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (277,00 kByte)

Gründungszahlen erstmals seit vier Jahren gestiegen

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist wieder eine Alternative zu Arbeitslosigkeit und den verschlechterten Arbeitsmarktperspektiven: Die Zahl der Gewerbeanmeldungen nahm gegenüber dem Vorjahr (833.300) um 1,8 Prozent auf 848.000 zu. Die Abmeldezahlen steigen ebenfalls: 740.300 wirtschaftliche Existenzen werden 2009 voraussichtlich aus den Registern gelöscht - plus 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (732.300). Per Saldo weist die Gründungsbilanz für Deutschland einen Zuwachs in Höhe von 107.700 Firmen auf.

Inso, Neu, Lösch 2009 Abb.7

Grafik VI herunterladen: Inso, Neugr, Lösch Jahr 2009 (181,00 kByte)

Wirtschaftsaktive Gründungen bringen 435.000 Jobs - Gründungsboom am Bau

Unter den Neueintragungen waren 191.200 Unternehmen, die bereits zum Gründungszeitpunkt größere wirtschaftliche Aktivität entfalten (Vorjahr: 185.200 Unternehmen). Diese wirtschaftsaktiven Gründungen haben 2009 gut 435.000 Arbeitsplätze geschaffen. Den größten und einen wachsenden Beschäftigungsbeitrag lieferte der Dienstleistungssektor mit 250.000 Stellen.

Die stabilere Baukonjunktur sorgt für mehr Gründungsaktivitäten: 7.340 Baufirmen (plus 24,2 Prozent; Vorjahr: 5.910) ließen sich neu ins Handelsregister eintragen. Das sind 7,4 Prozent aller Neueintragungen. Den höchsten Anteil weist aber der Dienstleistungssektor auf. 25.700 der rund 99.000 neuen Unternehmen im Handelsregister sind im Bereich der Unternehmensdienstleistungen (26,0 Prozent) angesiedelt, weitere 12.520 sind Dienstleister im konsumnahen bzw. personenbezogenen Segment (12,7 Prozent). Hinzu kommen im Dienstleistungsnahen Bereich u. a. 3.070 Neulinge im Gast- und Beherbergungsgewerbe, 3.340 Transport- und Logistikbetriebe und 2.540 Ver- und Entsorgungsunternehmen. Das Verarbeitende Gewerbe stellt 7,0 Prozent (6.890 Firmen) aller HR-Gründungen -Kfz-, Groß- und Einzelhandel 18,2 Prozent (18.060 Firmen).

Neugründungen in einem schwierigen Finanzumfeld
Neulinge investieren stärker als etablierte Firmen und bauen ihre Kapazitäten trotz Wirtschaftskrise aus. Zwei Drittel (66,3 Prozent) der Gründer planen Erweiterungsinvestitionen. Unter den älteren Unternehmen (länger als zwei Jahre am Markt) sind es lediglich 49,1 Prozent. Dabei müssen junge Unternehmen infolge der restriktiven Finanzierungsbedingungen verstärkt auf eigene Mittel ausweichen. 77,5 Prozent der Unternehmensgründungen (ältere Firmen: 61,3 Prozent) finanzieren vorrangig mit Eigenkapital.

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