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Analyse: Insolvenzen in Deutschland, 2014


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Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2014

Unternehmensinsolvenzen sinken auf 15-Jahres-Tief

Sowohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (- 8,9 Prozent) als auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen (- 4,9 Prozent) gingen 2014 zurück. Mit 23.800 Unternehmensinsolvenzen (Vorjahr: 26.120) stellt 2014 den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung (InsO) vor 15 Jahren dar. Der fünfte Rückgang in Folge wurde begünstigt durch einen vergleichsweise einfachen Zugang zu Finanzmitteln, eine positive Ertragssituation im Mittelstand und weitgehende konjunkturelle Stabilität. Geopolitische Risiken der zurückliegenden Monate wie der Ukraine-Konflikt und das Embargo haben bislang keinen Niederschlag in der Insolvenzentwicklung einzelner Branchen gefunden.

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Günstige Rahmenbedingungen für Konsumenten

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen summierte sich seit Jahresbeginn auf 86.900 Fälle (Vorjahr: 91.360). Höhere Tarifabschlüsse, eine geringe Arbeitslosenrate und eine niedrige Inflation stabilisierten die finanzielle Situation der deutschen Verbraucher. Gegenüber dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2010 (109.960 Fälle) hat sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen damit um rund ein Fünftel verringert. Die Reform des Insolvenzrechts mit der Möglichkeit einer verkürzten Wohlverhaltensphase für Verbraucher hatte auf die Zahl der Verbraucherinsolvenzen bisher offenbar kaum Auswirkungen. Ein Run in die Insolvenz ist noch nicht festzustellen.

Einen Anstieg der Insolvenzzahlen (+ 2,0 Prozent auf 24.600 Fälle) war allein bei den „Sonstigen Insolvenzen" zu verzeichnen, die mehrheitlich Insolvenzen ehemals selbstständiger Personen betreffen. Hierbei könnte die Insolvenzrechtsnovelle allerdings eine Rolle gespielt haben, da bis zum Sommer ein Verfahren nach der alten Rechtslage für diese Personengruppe möglich und u. U. vorteilhafter war. Die Gesamtzahl aller Insolvenzfälle in Deutschland war mit 135.300 aber insgesamt rückläufig (Vorjahr: 141.590; - 4,4 Prozent).

Weniger Großinsolvenzen: geringere Schäden - stabilere Jungunternehmen

Die Insolvenzschäden betrugen in diesem Jahr 26,1 Mrd. Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert (26,9 Mrd. Euro). Die aktuelle Schadenssumme ist im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre niedrig, was auch auf eine geringere Zahl an Großinsolvenzen zurückzuführen ist. Auch waren 2014 weniger Arbeitnehmer von einer Insolvenz betroffen. Die Gesamtzahl lag bei 264.000 und damit um 7,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (285.000).



Junge Unternehmen (unter fünf Jahre) waren 2014 seltener unter den Insolvenzkandidaten zu finden als im Vorjahr. 28,4 Prozent aller registrierten Insolvenzen entfielen auf diese Altersgruppe der Jungunternehmen (Vorjahr: 29,8 Prozent). Der Rückgang dürfte mit besser vorbereiteten und eher chancenorientierten Unternehmensgründungen der letzten Jahre zusammenhängen, was sich mittlerweile in stabileren Unternehmensgründungen widerspiegelt.



Das Insolvenzgeschehen in Deutschland war 2014 einmal mehr geprägt von Kleinstinsolvenzen. In acht von zehn Fällen (80,9 Prozent) betrug die Mitarbeiterzahl in den betroffenen Unternehmen maximal fünf (Vorjahr: 79,5 Prozent). Mittlere und größere Unternehmen konnten offenbar stärker von der guten Konjunkturlage der zurückliegenden Monate profitieren. Das bestätigt der Blick auf die Umsatzgrößenklassen: Lediglich 90 Fälle wurden registriert, bei denen der Jahresumsatz über 50 Mio. Euro lag (Vorjahr: 130 Unternehmen).

Die größte einzelne Insolvenz des Jahres betraf die Verlagsgruppe Weltbild mit rund 6.800 Beschäftigten. Insolvenz anmelden mussten in diesem Jahr u. a. auch die Modekette Strauss Innovation, der TV-Gerätehersteller Metz, der Windpark-Finanzierer Prokon sowie die Mitteldeutschen Fahrradwerke (MIFA).

Deutliche Entspannung im Verarbeitenden Gewerbe

Alle vier Hauptwirtschaftsbereiche - Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel und Dienstleistungen - verzeichneten geringere Insolvenzzahlen. Am deutlichsten fiel der Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe aus (- 18,9 Prozent auf 1.760 Fälle). Im Baugewerbe (3.450 Fälle) betrug dieser dagegen nur - 5,7 Prozent. Die Insolvenzquoten (Zahl der Insolvenzen in Relation zum Unternehmensbestand in einer Branche) sanken entsprechend. Diese relative Insolvenzbetroffenheit liegt gesamtwirtschaftlich bei 73 Insolvenzfällen je 10.000 Unternehmen (Vorjahr: 80). In den Wirtschaftsbereichen reicht hierbei die Spanne von 42 (Vorjahr: 52) im Verarbeitenden Gewerbe bis 95 (Vorjahr: 101) im Baugewerbe. Gegenüber der Situation vor der Finanzkrise 2008/09 haben alle Wirtschaftsbereiche an Stabilität hinzugewonnen.



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