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Analyse Wirtschaftslage Handwerk, Frühjahr 2012


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Wirtschaftslage Handwerk, Frühjahr 2012

Konjunkturelle Dynamik Deutschlands spiegelt sich im Handwerk wider - sehr gute Geschäftslage im Bau

Die Beurteilung der Handwerksbetriebe zur Geschäftslage ist sehr gut ausgefallen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Auch die Indikatoren zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung haben sich erhöht. Die Aussichten sind etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Dennoch blickt das Handwerk optimistisch in die Zukunft. Dies ergab eine Umfrage unter rund 3.100 deutschen Handwerksbetrieben, die von der Creditreform Wirtschaftsforschung im Februar 2012 durchgeführt wurde.

Im Frühjahr 2012 beurteilten 60,7 Prozent der Handwerksbetriebe ihre derzeitige Geschäftslage als „sehr gut" oder „gut". Das sind 8,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, als es noch 52,3 Prozent waren. Der Anteil der Handwerksfirmen, die schlechte Noten vergaben, ist um 2,2 Zähler auf 2,0 Prozent gesunken (Vorjahr: 4,2 Prozent). Somit ist der Saldo aus guten und schlechten Lagebeurteilungen auf plus 58,7 Punkte gestiegen (Vorjahr: plus 48,1 Punkte). Im Branchenvergleich schneidet das Ausbauhandwerk - gemessen am Saldo aus den positiven und negativen Antworten - am besten ab (plus 63,4 Punkte). Die größte Veränderung ist im Bauhauptgewerbe zu beobachten. Dort hat sich der Saldo von plus 44,6 auf plus 57,0 Punkte erhöht.

Geschäftslage_wiHW



Im Vergleich zum Frühjahr 2011 ist die Zahl der Betriebe, die über steigende Umsätze berichten, gestiegen. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (35,7 Prozent) konnte im Jahresverlauf ein Umsatzplus verbuchen. Im Vorjahr waren dies nur 32,0 Prozent. Dagegen mussten nur 12,4 Prozent der Befragten rückläufige Umsätze hinnehmen (Vorjahr: 14,2 Prozent). Der Saldo aus den positiven und negativen Umsatzmeldungen steigt dementsprechend von plus 17,8 auf plus 23,3 Punkte.

Umsatzentwicklung_wiHW



Personalsituation hellt sich weiter auf


Die positive konjunkturelle Dynamik spiegelt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung wider. Per Saldo haben die Handwerksbetriebe ihren Personalstock ausgebaut (plus 14,2 Punkte). Mehr als jeder vierte Betrieb (26,7 Prozent) hat im Jahresverlauf 2011 neue Mitarbeiter eingestellt, während nur jedes achte Handwerksunternehmen (12,5 Prozent) Personal entlassen musste. Besonders einstellungsfreudig zeigte sich das Metallhandwerk, wo der Saldo aus Neueinstellungen und Entlassungen plus 23,0 Punkte beträgt.

Personalbestand_wiHW



Umsatzerwartungen trüben sich leicht ein


Die Umsatz- und Ertragserwartungen sind etwas eingetrübt, befinden sich aber dennoch auf hohem Niveau. So rechnen im Frühjahr 2012 29,1 Prozent der Betriebe mit steigenden Umsätzen - im Vergleich zum Vorjahr (32,7 Prozent) ein Minus von 3,6 Zählern. Einen Rückgang erwarten dagegen 10,9 Prozent der Handwerker (2011: 9,8 Prozent). Der Saldo aus erwarteten Umsatzsteigerungen und -rückgängen hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Er beträgt plus 18,2 Punkte (Vorjahr: plus 22,9 Punkte). Besonders optimistisch sind das Ausbaugewerbe (Saldo: plus 20,7 Punkte) und das Nahrungsmittelgewerbe (Saldo: plus 20,4 Punkte).

Auch im Hinblick auf die zukünftige Ertragslage sind die Handwerker etwas zurückhaltender. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe (26,5 Prozent) rechnet in den kommenden Monaten mit steigenden Erträgen. Im letzten Jahr war dies bei 29,7 Prozent der Betriebe der Fall. Die Zahl der Pessimisten hat nur leicht zugenommen: von 13,2 auf 13,6 Prozent der Unternehmen. Auch wenn sich der Ertragssaldo etwas verschlechtert hat, sehen die Ertragserwartungen insgesamt freundlich aus: Der Saldo aus den positiven und negativen Ertragserwartungen notiert bei plus 12,9 Punkten (Vorjahr: plus 16,5 Punkte).

Umsatzerwartungen_wiHW



Personalbedarf des Handwerks bleibt konstant hoch


Wie im Vorjahr beträgt der Saldo aus den positiven und negativen Erwartungen zur Personalentwicklung plus 12,4 Punkte. 18,1 Prozent der Handwerker wollen zusätzliches Personal einstellen, während nur 5,7 Prozent der Unternehmen damit rechnen, in diesem Jahr Entlassungen vornehmen zu müssen. Die größten Beschäftigungsimpulse sind von den Startups zu erwarten. Ein Drittel aller Handwerksfirmen (32,7 Prozent), die in den letzten vier Jahren gegründet worden sind, will im Jahr 2012 seinen Personalstand aufstocken.

Wie im Vorjahr plant fast jeder zweite Betrieb in naher Zukunft Investitionen durchzuführen (53,9 Prozent; 2011: 56,6 Prozent). Dabei hat der Anteil der befragten Handwerker zugenommen, die ihre Kapazitäten erweitern möchten. Bei 47,7 Prozent scheint die Auftragslage so gut zu sein, dass sie beabsichtigen, ihr Budget für Erweiterungsinvestitionen zu erhöhen.

Investitionen_wiHW



Gute Zahlungsmoral der Kundschaft


Die Zahlungsmoral der Kunden hat sich verbessert. Während 2011 49,0 Prozent der Unternehmen das Zahlungsverhalten der Kunden mit „gut" oder „sehr gut" bewerteten, sind es dieses Jahr 55,0 Prozent. Für weitere 41,3 Prozent der Befragten ist das Zahlungsverhalten der Auftraggeber „befriedigend" oder „ausreichend" (Vorjahr: 45,4 Prozent). Lediglich 3,5 Prozent der Handwerksbetriebe hatten ein mangelhaftes oder ungenügendes Zahlungsverhalten zu beklagen. 2011 waren dies noch 4,9 Prozent.

Zahlungsverhalten_wiHW



Kräftiger Rückgang der Insolvenzen im Handwerk


Die Zahl der Insolvenzanträge ist 2011 zurückgegangen. So wurden nur noch 5.630 Firmenzusammenbrüche registriert. Das sind 9,6 Prozent weniger als im Jahr 2010 (6.230 Fälle). In Bezug auf die Eigenkapitalausstattung der Handwerksbetriebe ergibt sich ein gemischtes Bild. 38,7 Prozent der Befragten (2011: 37,7 Prozent) weisen eine Eigenkapitalquote auf, die unterhalb der Marke von zehn Prozent (im Verhältnis zur Bilanzsumme) liegt. Diese Betriebe gelten als schwach kapitalisiert und eher anfällig für Finanzierungsprobleme. Dagegen kommen 16,2 Prozent der befragten Handwerksbetriebe auf eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent, nachdem es im vergangenen Jahr nur 14,5 Prozent waren.


Energetische Sanierung ist wichtiges Geschäftsfeld


Die aktuelle Befragung zeigte, dass die energetische Sanierung für das Handwerk ein wichtiges Geschäftsfeld ist. So hat der Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen für 27,2 Prozent aller Befragten zugenommen. Nur 6,6 Prozent aller Handwerksbetriebe meldeten einen rückläufigen Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen. Im Jahr 2012 wird die energetische Sanierung weiter an Bedeutung gewinnen. Dieser Auffassung sind fast ein Viertel der Handwerksfirmen (23,6 Prozent). Dagegen rechnen nur 6,2 Prozent der befragten Unternehmen damit, dass der Anteil der energetischen Sanierung 2012 zurückgehen wird. Die Mehrheit der Befragten sieht in der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiewende. So schätzen 83,8 Prozent der Handwerker die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen als „wichtig" oder „sehr wichtig" ein. Fast zwei Drittel der Handwerker (62,3 Prozent) gaben an, dass die Kundschaft auf die steuerliche Förderung zurückgreift.

Energetische Sanierung_wiHW


Die vollständige Analyse "Wirtschaftslage im Handwerk, Frühjahr 2012" können Sie kostenfrei unter Downloads herunterladen.

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