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Creditreform DRD-Index 01/2011: Informationen zum Zahlungsverhalten in Deutschland, Frühjahr 2011

Rechnungen werden schneller und sicherer bezahlt - Index erreicht neuen Höchststand

Die deutschen Unternehmen machen derzeit überwiegend gute Erfahrungen mit der Zahlungsweise ihrer Kunden. Sowohl die Umfrageergebnisse als auch die Auswertungen aus dem Creditreform Debitorenregister (DRD) zeigen, dass Rechnungen meist innerhalb der gesetzten Frist bezahlt werden. Das Ausmaß der Zahlungsverzögerungen und Forderungsausfälle ist rückläufig. Somit erhöht sich der Creditreform DRD-Index von 66,9 Punkten im Frühjahr 2010 auf +70,7 Punkte. Das entspricht einem Plus von 3,8 Zählern innerhalb eines Jahres.

Grafik 1 - DRD Index

Grafik 2 - DRD Index

Außenstandsdauer verringert sich - Mittelstand wartet aber länger als Kleinunternehmen

Gut die Hälfte der rund 4.300 befragten Unternehmen (52,1 Prozent) bewertet derzeit das Zahlungsverhalten der Kunden mit den Noten "gut" oder "sehr gut". Vor einem Jahr zeigten sich nur 43,0 Prozent zufrieden. Nicht einverstanden mit dem Zahlungsverhalten waren diesmal 5,4 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 6,9 Prozent).

Die guten Noten haben ihren Grund, schließlich erhalten mehr als drei Viertel der Unternehmen (76,9 Prozent) nach spätestens 30 Tagen das Geld für eine Warenlieferung oder eine erbrachte Leistung (Vorjahr: 73,8 Prozent). Dabei melden kleine Unternehmen einen zügigeren Zahlungseingang als große. Bei maximal fünf Beschäftigten verbuchen 88,3 Prozent der Unternehmen und bei sechs bis zehn Mitarbeitern immerhin 87,6 Prozent den Zahlungseingang in der Regel innerhalb von 30 Tagen. Größere Firmen weisen im Durchschnitt längere Forderungslaufzeiten auf. Ab einer Betriebsgröße von 50 Beschäftigten verringert sich der Anteil der Unternehmen, die innerhalb eines Monats das Geld für eine erbrachte Leistung erhalten.

Die positiven Wirkungen des Aufschwungs auf das Zahlungsverhalten spiegeln sich in einem Rückgang des durchschnittlichen Zahlungsverzugs und einer Zunahme des mittleren Transaktionsvolumens wider. Bereits überfällige Rechnungen werden derzeit nach 12,84 Tagen bezahlt (Vorjahr: 13,02 Tage), und der durchschnittliche Wert einer Forderung erhöhte sich auf 1.624 Euro. Während der Wirtschaftskrise agierten Lieferanten und Warenkreditgeber vorsichtiger. Damals verringerte sich der Warenwert, der auf Rechnung geliefert wurde. Beispielsweise im 2. Quartal 2009 auf 1.247 Euro und im 3. Quartal 2009 auf 1.231 Euro. Mit dem Aufschwung nahm das Vertrauen am Credit Markt wieder zu, so dass auch größere Geschäftsabschlüsse wieder auf Ziel vereinbart werden.

Ausfälle drohen auch im Aufschwung

Forderungsverluste bleiben auch in konjunkturellen Boomzeiten nicht aus. So hat jedes neunte Unternehmen (11,1 Prozent) Forderungen von mehr als einem Prozent seines Jahresumsatzes als Verlust ausbuchen müssen, beispielsweise weil ein Kunde Insolvenz angemeldet hat. Der Anteil der betroffenen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr aber verringert. Im Frühjahr 2010 hatten noch 15,0 Prozent der Befragten Zahlungsausfälle in dieser Größenordnung hinnehmen müssen. Von uneinbringlichen Außenständen gänzlich verschont blieben zuletzt 15,2 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 15,0 Prozent).

Der positive Trend beim Zahlungsverhalten dürfte sich fortsetzen. Verengungen der Liquiditätslage sind in der Breite des Unternehmenssektors nicht festzustellen. Mit dem zu erwartenden Rückgang der Unternehmensinsolvenzen dürfte zudem das Risiko von Zahlungsausfällen begrenzt bleiben. Wachsamkeit ist allerdings geboten, wenn sich im Kundenportfolio verstärkt Privatkunden befinden, denn die Zahl der Verbraucherinsolvenzen dürfte im laufenden Jahr auf hohem Niveau verharren.

Methodik: Der DRD-Index bildet das Zahlungsverhalten in Deutschland anhand einer Punkteskala von 0 bis 100 ab. Dabei symbolisiert ein höherer Wert ein besseres Zahlungsverhalten. Grundlage der halbjährlichen Berechnung des Index sind zwei Datenquellen: Das Debitorenregister von Creditreform (DRD), in dem inzwischen ca. 89 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen vorliegen, sowie die Creditreform Mittelstandsbefragungen, bei denen rund 4.000 Unternehmen zu Konjunktur- und Finanzthemen befragt werden.

Die vollständige Fassung des DRD-Index kann rechts unter Downloads heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Oktober 2011.

Methodik: Der DRD-Index bildet das Zahlungsverhalten in Deutschland anhand einer Punkteskala von 0 bis 100 ab. Dabei symbolisiert ein höherer Wert ein besseres Zahlungsverhalten. Grundlage der halbjährlichen Berechnung des Index sind zwei Datenquellen: Das Debitorenregister von Creditreform (DRD), in dem inzwischen ca. 89 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen vorliegen, sowie die Creditreform Mittelstandsbefragungen, bei denen rund 4.000 Unternehmen zu Konjunktur- und Finanzthemen befragt werden.

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