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Creditreform DRD-Index 02/2010: Informationen zum Zahlungsverhalten in Deutschland, Herbst 2010

Konjunkturaufschwung verbessert das Zahlungsverhalten - Index erreicht neuen Höchststand

Der Wirtschaftsaufschwung wirkt sich positiv auf das Zahlungsverhalten aus. Die Liquiditätslage verbessert sich, und Kunden und Kreditnehmer kommen ihren Zahlungsverpflichtungen schneller und zuverlässiger nach als im Vorjahr. Der Creditreform DRD-Index, der das Zahlungsverhalten anhand regelmäßiger Unternehmensbefragungen und des Creditreform Debitorenregisters bewertet, steigt auf 69,0 Punkte. Der aktuelle Wert übertrifft den Vorjahresstand um 4,7 Zähler.

DRD Index Herbst 2010, Abb1

Grafik in höherer Auflösung anzeigen: DRD Index 02/2010, Abb2 (1806,00 kByte)

Lieferanten bekommen ihr Geld schneller - öffentliche Hand als Auftraggeber unbeliebter

Knapp die Hälfte der gut 4.000 befragten Unternehmen (48,7 Prozent) bewertet das Zahlungsverhalten der Kunden mit der Note „sehr gut" oder „gut" (Vorjahr: 39,4 Prozent). Nur 5,7 Prozent der Unternehmen äußerten sich negativ über die Zahlungsweise der Auftraggeber (Vorjahr: 6,3 Prozent). Somit verbessert sich der Saldo aus guten und schlechten Bewertungen gegenüber dem Herbst 2009 von 33,1 auf 43,0 Saldenpunkte.

Gleichzeitig verkürzt sich die Forderungslaufzeit. Gut drei Viertel der Unternehmen (75,9 Prozent) erhalten nach spätestens 30 Tagen das Geld für die erbrachte Lieferung oder Leistung (Vorjahr: 74,6 Prozent). War allerdings die öffentliche Hand der Auftraggeber, verbuchen nur zwei Drittel der Unternehmen (66,0 Prozent; Vorjahr: 65,8 Prozent) den Geldeingang in den ersten 30 Tagen nach Rechnungsstellung.

Bei Geschäften zwischen Unternehmen und bei privater Kundschaft wird deutlich schneller gezahlt: Bei 82,5 Prozent (Vorjahr: 80,8 Prozent) der Lieferanten wird die Forderung innerhalb eines Monats beglichen; bei kleinen Unternehmen schneller als bei mittleren und großen. So muss in der Größenklasse 50 bis 250 Mitarbeiter jeder fünfte Betrieb bis zu 60 Tage auf sein Geld warten.

Dienstleister von hohen Forderungsausfällen betroffen

Erhebliche Zahlungsverzögerungen oder gar Zahlungsausfälle sind seltener geworden. Bereits überfällige Rechnungen werden derzeit nach durchschnittlich 11,31 Tagen bezahlt (minus 1,71 Tage gegenüber dem Vorjahr), wobei größere Rechnungsbeträge früher bezahlt werden als kleinere.

So beträgt der Zahlungsverzug ab einer Liefersumme von 25.000 Euro nur noch 8,54 Tage (minus 1,90 Tage gegenüber Vorjahr). Zwischen 500 und 1.000 Euro Warenwert liegt der mittlere Zahlungsverzug bei 11,51 Tagen (minus 1,39 Tage gegenüber Vorjahr).

Mit hohen Forderungsausfällen hat jedes zehnte mittelständische Unternehmen (10,3 Prozent) zu kämpfen, nachdem im Herbst 2009 noch 13,2 Prozent betroffen waren. Gut jeder Fünfte (21,4 Prozent) blieb von Zahlungsausfällen verschont. Bau- und Dienstleistungsbetriebe leiden allerdings weiterhin unter überdurchschnittlichen Forderungsverlusten. Bei den unternehmensnahe Dienstleistern sind 17,2 Prozent betroffen, bei den konsumnahen Diensten 11,7 Prozent und am Bau immerhin noch jeder Zehnte (10,3 Prozent).

Die Fortsetzung der guten Konjunkturlage dürfte das Zahlungsverhalten und damit auch die Insolvenzsituation in den kommenden Monaten positiv beeinflussen.

Die vollständige Fassung des DRD-Index kann rechts unter Downloads heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2011.


Methodik: Der DRD-Index bildet das Zahlungsverhalten in Deutschland anhand einer Punkteskala von 0 bis 100 ab. Dabei symbolisiert ein höherer Wert ein besseres Zahlungsverhalten. Grundlage der halbjährlichen Berechnung des Index sind zwei Datenquellen: Das Debitorenregister von Creditreform (DRD), in dem inzwischen ca. 89 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen vorliegen, sowie die Creditreform Mittelstandsbefragungen, bei denen rund 4.000 Unternehmen zu Konjunktur- und Finanzthemen befragt werden.

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