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Analyse des Zahlungsverhaltens in Sachsen im 3. Quartal 2012

Nach zwei Jahren mit Höhen und Tiefen im Zahlungsverhalten nun ein deutlicher Lichtblick. Die Zahlungsmoral sächsischer Unternehmen scheint auf dem Weg der Besserung. Als Alternative zum Bankkredit wird zunehmend der Lieferant als Kreditgeber genutzt.

Das Zahlungsverhalten im sächsischen Mittelstand hat sich verbessert. Bis zur Begleichung einer Rechnung las-sen die sächsischen Unternehmen weniger Zeit vergehen als vor Jahresfrist. „Diese Entwicklung deutet auf eine relativ stabile Finanzlage der Unternehmen hin. Auf Grund der Geschäftserwartungen und den sich durch Basel III veränderten Rahmenbedingungen, ist zukünftig von einer Verschlechterung der Zahlungsmoral auszugehen", so Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden. Im Durchschnitt bezahlen sächsische Unternehmen ihre Rechnungen mit einem Zahlungsverzug von 12,19 Tagen und damit 0,33 Tage schneller als im Vorjahresquartal (12,52 Tage). Auch Deutschlandweit senkte sich in diesem Zeitraum die Überfälligkeit von 13,04 auf 12,33 Tage. Für die aktuelle Untersuchung wurden rund 80.000 überfällige Rechnungsbelege sächsischer Unternehmen aus dem Zeitraum 01.07.-30.09.2012 ausgewertet.

Entwicklung Zahlungsverhalten 03/12

Verkehrs- und Logistikbetriebe wie im Vorjahr das Schlusslicht

Die Verbesserung des Zahlungsverhaltens auf Jahressicht zieht sich mit einer Ausnahme durch alle Wirtschaftszweige. Nur die Betriebe der Metall- und Elektrobranche kommen ihren Zahlungsverpflichtungen später nach als vor zwölf Monaten (10,80 Tage; Vorjahresquartal: 10,40 Tage), gleichwohl fällt die Verzögerung mit knapp 11 Tagen vergleichsweise gering aus. Deutlich schneller als vor einem Jahr bezahlen die Betriebe aus Chemie und Kunststoffgewerbe ihre Rechnungen (8,99 Tage; Vorjahresquartal: 11,35 Tage). Aber auch im Handel und in der Konsumgüterbranche hat sich das Zahlungsverhalten verbessert. Beispielsweise beläuft sich der mittlere Zahlungsverzug im sächsischen Einzelhandel derzeit auf 12,98 Tage. Vor einem Jahr waren es noch 13,95 Tage. Ähnlich stark die Verbesserung im Großhandel, der mit 11,25 Tagen (Vorjahresquartal: 12,17 Tage) die Rechnungen pünktlicher bezahlt als vor Jahresfrist. Um fast einen Tag verbessert hat sich auch das Zahlungsverhalten der unternehmensnahen Dienstleister. Im Durchschnitt müssen sich Gläubiger hier 12,12 Tage gedulden, nachdem das Zahlungsziel bereits verstrichen ist (Vorjahresquartal:13,09 Tage).

Branchentabelle Zahlungsverhalten 0312

Ranking der deutschen Bundesländer beim ZV


Nicht ganz so stark hat sich das Zahlungsverhalten bei den Unternehmen aus dem Baugewerbe, dem persönlichen Dienstleistungssektor sowie der Verkehrs- und Logistikbranche verbessert. Unternehmen aus der Logistikbranche lassen ihre Gläubiger mit 13,81 Tagen am längsten auf den auf den Geldeingang warten. Allerdings hat sich das Zahlungsverhalten der Branche gegenüber dem Vorjahr (14,25 Tage) um 0,44 Tage verbessert. Im Baugewerbe werden 12,13 Tage (Vorjahr: 12,37 Tage) benötigt, um einen offenen Verbindlichkeitsposten auszugleichen. Und die persönlichen Dienstleister kommen ihren Zahlungsverpflichtungen mit 11,29 Tagen etwas schneller nach als vor einem Jahr, wo im Schnitt 11,59 Tage vergangen waren.

Der Lieferant ist der größte Kreditgeber für kurzfristiges Geld. Durch Basel III wird sich der Trend verstärken.

Waren vor 12 Jahren kurzfristige Bankkredite Gang und Gebe, verlieren sie 2010 auf Grund steigender Anforderungen an den Kreditnehmer an Bedeutung.

Bankkredit vs. Lieferantenkredit


Denn Banken sind durch die neuen Regelungen von Basel III zur Risikominimierung verpflichtet, und prüfen die Bonität potentieller Kreditnehmer genau, um die bankinterne Eigenkapitalquote entsprechend des angefragten Kredites und der Bonitätsbewertung anzupassen. Resultat: je schlechter die Bonität desto höher die Kreditzinsen und Anforderungen desto teurer der Kredit.

Verteuerung der Kreditvergabe


Um diesem Verfahren aus dem Weg zu gehen, entdecken Unternehmen immer mehr die Vorteile sogenannter Lieferantenkredite. Diese sind zumindest für den „Lieferantenkreditnehmer" eine günstige Variante, da keine Zinsen anfallen, er die Rechnung des Lieferanten erst dann begleicht, wenn sein eigener Kunde gezahlt hat und weil Lieferanten, anders als Banken, kaum Bonitätsprüfungen durchführen. So kann er eine ggf. schlechte Bonität verdecken, muss also nicht in Vorkasse gehen und trägt damit kaum ein finanzielles Risiko.

Stattdessen nimmt der Lieferant als Kreditgeber gleich mehrere Risiken auf sich: unternimmt er keine Bonitätsprüfung, so weiß er nicht wie sein Schuldner zahlt, ob er überhaupt zahlt und wie lange er zum Rechnungsausgleich braucht. Der Lieferant trägt also das komplette finanzielle Risiko, wenn z. Bsp. der Kunde des Lieferantenkreditnehmers nicht zahlt und der Kreditnehmer selbst unfähig ist, aus seinen eigenen Mitteln die Rechnung zu begleichen. Ab diesem Punkt hilft dann nur noch professionelles Inkasso. „Die Bonitätsprüfung und die Absicherung gegen Forderungsausfälle ist in vielen Wirtschaftsbereichen von existentieller Bedeutung", so Thomas Schulz von Creditreform Dresden.

Erwartete Veränderungen bei Kreditaufnahme

Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister Deutschland (DRD) von Creditreform, in dem ca. 80 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen vorliegen. Der Zahlungsverzug eines im DRD gespeicherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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