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Creditreform Analyse: Zahlungsverhalten in Sachsen, 2. Quartal 2015


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Sächsische Betriebe haben beste Zahlungsmoral im Vergleich der Bundesländer

Analyse des Zahlungsverhaltens im 2. Quartal 2015

Die Liquidität der sächsischen Unternehmen hat sich im 2. Quartal 2015 deutlich verbessert und erreicht mit 11,6 Tagen Zahlungsverzug fast den Bestwert von 2010 (11,5). Damit bleibt Sachsen an der Spitze im Bundeslandranking gefolgt von Bayern (11,7 Tage) und Rheinland-Pfalz (12,06 Tage). Deutschlandweit betrug der Zahlungsverzug durchschnittlich 12,42 Tage (Vorquartal: 13,1). Am längsten liegen bereits überfällige Rechnungen in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Durchschnittlicher Zahlungsverzug der Betriebe in Sachsen in Tagen (2009 - 2015)


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken


Durchschnittlicher Zahlungsverzug in den Bundesländern, 2. Quartal 2015


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken


Das Zahlungsverhalten ist ein wichtiger Parameter für die Liquidität der Unternehmen. In den letzten Jahren hat sich die Stabilität der Betriebe durch die kontinuierliche Erhöhung der Eigenkapitalquote sowie positiver Ertrags- und Umsatzzahlen deutlich verbessert. Auf Grundlage dieser positiven Entwicklung sind die Insolvenzzahlen auf einen historischen Tiefstwert seit der Wende gefallen. Den Unternehmen stehen mehr flüssige Mittel zur Rechnungsbegleichung zur Verfügung und dem Liquiditätsmanagement wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Transportbranche trägt nach wie vor die rote Laterne, verbessert sich aber weiterhin

Auch in den sächsischen Branchen gab es durchweg eine Verbesserung der Zahlungsmoral. Lediglich die Unternehmen der Chemie- und Kunststoffbranche weisen mit 10,8 Tagen eine Verschlechterung zum Vorquartal (9,9) auf und werden damit von ihrem Spitzenplatz verdrängt. Diesen übernimmt der Bereich der Metall- und Elektrounternehmen mit nur 9,8 Tagen Zahlungsverzug. Es folgen die Konsumgüterbranche und der Großhandel. Nach wie vor liegen die Rechnungen in der Transportbranche mit 14,8 Tagen am längsten. Auf Jahressicht ist allerdings eine Verbesserung erkennbar. Auch die konsumnahen Dienstleister scheinen sich vom „Mindestlohn-Schock" erholt zu haben und zahlen ihre Rechnungen wieder schneller.

Durchschnittlicher Zahlungsverzug in den sächsischen Branchen, 2014/2015


Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland / Zum Vergrößern auf die Grafik klicken



Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister Deutschland (DRD) von Creditreform. Basierend auf ca. 61 Millionen anonymisierten Zahlungserfahrungen deutscher Unternehmen aller Branchen, ermöglicht das DRD umfassende Auswertungen des Zahlungsverhaltens von Unternehmen. Bundesweit werden Zahlungen zu 1,2 Mio. Betrieben mit einem Volumen von 47 Mrd. Euro analysiert. Diese werden wöchentlich ausgewertet und fließen exklusiv in die Wirtschaftsauskünfte von Creditreform ein.

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