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Zahlungsverhalten in Sachsen, 3. Quartal 2013 - Grafiken


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Analyse des Zahlungsverhaltens im 3. Quartal 2013

Die Zahlungsmoral der sächsischen Betriebe erreicht Bestwert seit 3 Jahren. Firmeninsolvenzen in Sachsen sinken auf Tiefststand

Die Zahlungsmoral sächsischer Betriebe entwickelt sich weiterhin positiv. Im Durchschnitt begleichen die Sachsen ihre Rechnungen nach 12,1 Tagen und damit schneller als noch im Vorquartal (12,3 Tage). Betrachtet man die Entwicklung seit Anfang 2011, dann ist der aktuelle Wert sogar der positivste innerhalb von knapp drei Jahren.

Zu Jahresbeginn 2013 dauerte es annähernd gleich lang in Deutschland und Sachsen ehe bereits überfällige Rechnungen bezahlt wurden. Mittlerweile hat sich dieser Abstand vergrößert und Lieferanten in Gesamtdeutschland warten nun durchschnittlich 12,8 Tage auf die Begleichung Ihrer Forderungen. Dennoch liegt dieser Wert unter dem vom 2. Quartal 2013 (13 Tage). Diese positive Entwicklung geht einher mit dem deutlichen Rückgang der deutschen Unternehmensinsolvenzen. 2013 gab es mit 26.300 Insol-venzen so wenige Pleiten, wie zuletzt vor 14 Jahren. In Sachsen haben wir mit 1.260 Unternehmensinsolvenzen das niedrigste Niveau seit 19 Jahren. „Das anhaltend freundliche Konjunkturumfeld und die solide Ausstattung mit Eigenkapital führt zu einer hohen Stabilität der Betrie-be. Zusammen mit der verbesserten Liquiditätsausstattung gibt es eine deutliche Entspannung des Insolvenzgesche-hens und ein besseres Zahlungsverhalten." so Thomas Schulz, Prokurist Creditreform Dresden.

Die beste Zahlungsmoral in der Bundesrepublik haben die Betriebe in Bayern. Schlusslicht ist das Saarland und löst damit Berlin mit der roten Laterne ab. Sachsen belegt nach Bayern einen soliden zweiten Platz.

Durchschnittlicher Zahlungsverzug der Betriebe in Sachsen und Deutschland in Tagen 2009 - 2013

Entwicklung in Sachsen und Deutschland

Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland

Zahlungsverzug der Betriebe im Durchschnitt in den Bundesländern in Tagen im 3. Quartal 2013

Ranking in den Bundesländern

Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland

Positive Entwicklung in vielen Branchen
Negativ: Logistik und konsumnahe Dienstleistungen

Die Entwicklung in den meisten sächsischen Branchen ist positiv. Doch auch in diesem Quartal bleibt die Liquiditätssituation im Verkehr- und Logistikbereich angespannt und hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter verschlechtert.

Negative Überraschung ist der Sektor der konsumnahen Dienstleistungen, welchem unter anderem Friseure, Gast-gewerbe als auch Taxibetriebe u.a. angehören. Hier gab es gegenüber dem Vorquartal nicht nur eine Verschlechterung um mehr als 3 Tage, es ist seit 2009 auch der schlechteste Wert, den die Branche je zu verzeichnen hatte (14 Tage). „Zu vermuten ist, dass vor allem die Lohnanpassungen an den Tarif bei den Friseuren deutlich höhere Kosten verursachen, die die Friseurbetreiber wiederum in Zahlungsrückstand bringen.", so Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden.

Auch wenn das Vorjahresquartal in der Chemie- und Kunststoffbranche wesentlich besser war, weist diese Branche nach wie vor den geringsten Zahlungsverzug auf.

Zahlungsverzug in den sächsischen Branchen im 3. Quartal 2013

Zahlungsverhalten in den Branchen

Quelle: Creditreform / DRD - Debitorenregister Deutschland


Erläuterungen:

Grundlage für die Berechnung des Zahlungsverhaltens ist das Debitorenregister Deutschland (DRD) von
Creditreform, in dem ca. 80 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen vorliegen. Bundesweit werden Rechnungen zu 1,1 Mio. Betrieben in einem Volumen von 41 Mrd. Euro analysiert.

Der Zahlungsverzug eines im DRD gespeicherten Zahlungsbelegs wird in Tagen dargestellt und ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem vereinbarten Zahlungsziel und dem tatsächlichen Zahlungseingang.

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