Sachsenbarometer Winter 2018 - Der Schwung des Sommers

Die sächsische Wirtschaft nahm im dritten Quartal spürbar an Schwung auf. Der ifo Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen notierte zwischen Juli und September bei 106,4 Punkten gegenüber noch 105,0 Punkten im zweiten Quartal. Maßgeblich hierfür war eine kräftige Steigerung der Geschäftserwartungen. Ihre laufenden Geschäfte bewerteten die Befragungsteilnehmer hingegen etwas weniger gut als zuvor.

Die Erwärmung des Geschäftsklimas im Spätsommer ist hauptsächlich auf die gute Stimmung im Bauhauptgewerbe und im Handel zurückzuführen. Auch das Geschäftsklima in der Industrie blieb heiter.

Bauwirtschaft: Unternehmer weiterhin im Sommerhoch

Das sächsische Bauhauptgewerbe ist weiterhin in bester Stimmung. Der Geschäftsklimaindex stieg im Vergleich zum Vorquartal kräftig. Maßgeblich waren eine exorbitante Steigerung der Lageeinschätzungen der Befragungsteilnehmer. Gleichzeitig verbesserte sich der Ausblick der Unternehmer auf das Winterhalbjahr etwas.

Nachdem das Bauhauptgewerbe in den letzten Monaten an Kapazitätsgrenzen stieß, entspannte sich die Lage zum Herbstbeginn. Die Kapazitätsauslastung und der Auftragsbestand gingen geringfügig zurück und die Personalpläne wurden leicht reduziert.

Handel: Sonnige Aussichten im Großhandel

Das ifo Geschäftsklima für den sächsischen Handel erwärmte sich im dritten Quartal. Die Stimmung stieg vor allem bei den Großhändlern deutlich. Während Sie ihre Lageeinschätzungen leicht zurücknahmen, korrigierten sie ihren Ausblick auf die nächsten sechs Monate kräftig nach oben.

Im sächsischen Einzelhandel trübte sich die Stimmung hingegen geringfügig ein. Die Umfrageteilnehmer bewerteten zwar ihre laufenden Geschäfte etwas besser als im vorherigen Quartal, senkten jedoch ihre Geschäftserwartungen leicht.

Industrie: Heitere Stimmung hält an

Die Stimmung der sächsischen Industrie stieg im Spätsommer geringfügig. Die Unternehmer äußerten sich zwar deutlich weniger zufrieden über ihre laufenden Geschäfte, blickten hingegen in gleichem Maße optimistischer in die Zukunft.

Ausdruck des gegenwärtigen Hochs im Verarbeitenden Gewerbe sind Auftragslage und Kapazitätsauslastung. Beide blieben im dritten Quartal weiterhin auf Rekordniveau. Die Auftragsreichweite betrug im dritten Quartal immer noch 3,7 Monate und die Kapazitätsauslastung liegt weiterhin bei 85,4%.

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