Die Unternehmens-Mitglieder freuen sich - Pensionssicherungsverein kommt 2017 ohne Beiträge aus

Der Pensionssicherungsverein in Köln hat seine aktuellen Zahlen zum Jahresabschluss 2016 vorgelegt. Der PSV ist verantwortlich für die Sicherung der betrieblichen Altersversorgung, wenn es zu einer Insolvenz des Arbeitgebers kommt. Er sichert insgesamt 10,8 Millionen Versorgungsberechtigte – das sind vier Millionen Rentner und 6,8 Millionen Arbeitnehmer. Damit werden die Anwartschaften auf Rente gegen einen Ausfall durch die Pleite des Unternehmens geschützt.

Die aktuellen Zahlen, die jetzt, noch vor der diesjährigen Mitgliederversammlung am 11. Juli 2017, zur Verfügung stehen, zeigen: Der Pensionssicherungsverein wird in diesem Jahr zum ersten Mal in seiner Geschichte – seit 1975 – keine Beiträge für das laufende Geschäftsjahr von seinen 94.000 Arbeitgebern einbehalten müssen. Es war – neben der guten Insolvenzentwicklung – auch zu einer günstigen Sondersituation gekommen, weil auch Erträge aus Insolvenzforderungen oder Überschussbeteiligungen von Konsortien der Lebensversicherer zu dieser komfortablen Situation beitrugen.

Zum ersten Mal in über vier Jahrzehnten

Die günstige Entwicklung beim Beitragssatz ist innerhalb der letzten 42 Geschäftsjahre eine Besonderheit: Betrug sie durchschnittlich über die vier Jahrzehnte 2,8 Promille der Bemessungsgrundlage, so ist sie in den letzten fünf Jahren auf 1,7 Promille gesunken (vor zehn Jahren betrug sie noch 3,0 Promille).

Im letzten Jahr war der PSV noch einmal von weniger Insolvenzen als im Vorjahr betroffen gewesen: 399 Mal musste er für seine Mitglieder in die Bresche springen, 2015 waren es noch 467 Fälle. Auch die Zahl der zu übernehmenden Renten und Anwartschaften bis 2016 lag mit 12.900 Fällen deutlich niedriger als im Vorjahr mit 18.667 Fällen. Immerhin bleibt ein Schadensvolumen von rund einer halben Milliarde Euro auch für 2016 bestehen (Vorjahr: 862 Mio. Euro).

Der PSV erfüllt für seine Unternehmensmitglieder eine sozialwirtschaftlich wichtige Aufgabe, umso erfreulicher ist seine Aussage, dass die „Schadensentwicklung der ersten Monate des Jahres 2017 das laufende Jahr von einem moderaten Schadensgeschehen“ ausgehen lässt.

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