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CrefoINFO - Schuldner haben mehr zur Verfügung

Die Pfändungsfreigrenzen sind gerade wieder angepasst worden. Das ist nicht nur für den Schuldner wichtig, dem nun mehr von seinem Einkommen zur Bestreitung seines Lebensunterhalts bleibt. Auch Arbeitgebern sollten die neuen Zahlen bekannt sein.

Selbst bei schon länger laufenden Pfändungen ist der Arbeitgeber verpflichtet, die aktuellen Freigrenzen zu beachten. Tut er das nicht, kann der betroffene Arbeitnehmer sich den Betrag zurückholen - in prekärer Lage sicher unangenehm für beide Seiten.

Alle Jahre wieder

Der Pfändungsschutz stellt sicher, dass Schuldner auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens ihr Existenzminimum sichern und die gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können. Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen wird jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages für das sächliche Existenzminimum angepasst. Zuletzt wurden die Pfändungsfreigrenzen zum 1. Juli 2013 erhöht. Der steuerliche Grundfreibetrag hat sich seit dem letzten Stichtag um 2,76 Prozent erhöht. Hieraus ergibt sich eine Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen im gleichen Verhältnis.

Ab dem 1. Juli 2015 beträgt der monatlich unpfändbare Grundbetrag 1.073,88 Euro (bisher: 1.045,04 Euro). Dieser Betrag erhöht sich, wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, um monatlich 404,16 Euro (bisher: 393,30 Euro) für die erste und um monatlich jeweils weitere 225,17 Euro (bisher: 219,12 Euro) für die zweite bis fünfte Person. Wenn Schuldner mehr verdienen als den so ermittelten pfändungsfreien Betrag, verbleibt ihnen vom Mehrbetrag bis zu einer Obergrenze ebenfalls ein bestimmter Anteil.

Die genauen Beträge - auch für wöchentliche und tägliche Zahlweise von Arbeitseinkommen - ergeben sich aus den Pfändungsfreigrenzen-Bekanntmachungen 2015.

Quelle: Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz

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