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CrefoINFO - Insolvenzen 2015 - höhere Beiträge für die Betriebsrenten

Bei den Insolvenzen der Unternehmen wird alles besser? Nicht ganz.

Im Zusammenhang mit der Reisekostenreform hatten die Finanzbehörden die Berechnung der Verpflegungspauschalen für Auslandstätigkeiten neu geregelt. Kürzlich folgten weitere Klarstellungen - ein Überblick über die nun gängige Praxis.

Der Pensions-Sicherungs-Verein mit Sitz in Köln hat nun im November seinen Beitragssatz für das Jahr 2015 auf 2,4 Promille (Vorjahr: 1,3 Promille) festgesetzt. Damit muss die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr einen fast doppelt so hohen Beitrag für die Pensionssicherung insolventer Unternehmen aufbringen als im Vorjahr.

Der Pensions-Sicherungs-Verein ist gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung. Er gewährleistet die Fortzahlung der betrieblichen Altersversorgung im Fall der Insolvenz eines Arbeitgebers. Übernommen werden im Falle einer Unternehmensinsolvenz die Versorgung aller Versorgungsberechtigten - also sowohl Rentner als auch Anwärter -, die Ansprüche auf eine insolvenzgeschützte Betriebsrente haben.

Schadenniveau gestiegen

Nach Darstellung des PSV resultiert der höhere Beitrag daraus, dass trotz einer rückläufigen Zahl von Insolvenzen eine deutlich größere Anzahl von Versorgungsberechtigten mit einer höheren Durchschnittsrente zu sichern war. Der für das Jahr 2015 festgelegte Beitragssatz liegt allerdings noch unter dem langjährigen durchschnittlichen Beitragssatz von 2,9 (Vorjahr: 3,0) Promille.

Der Beitragssatz wird bezogen auf die von den Arbeitgebern bis 30. September 2015 gemeldete Beitragsbemessungsgrundlage. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die abgesicherten Rückstellungen für Betriebsrenten in den Bilanzen der Mitgliedsunternehmen, die sich auf rd. 326 Mrd. Euro addieren. Insgesamt müssen die Mitgliedsunternehmen in diesem Jahr somit rd. 782 Mio. Euro (im Vorjahr rd. 416 Mio. Euro) zahlen.

Im Pensions-Sicherungs-Verein sind etwa 94.000 Unternehmen Mitglied. Rechtsgrundlage ist das Betriebsrentengesetz. Hierin ist für den PSV ein Umlageverfahren zur Finanzierung seiner Leistungen vorgeschrieben. Damit spiegelt sich die Schadenentwicklung eines Jahres im jeweiligen Beitragssatz wider.

Keine Betriebsrente ohne Insolvenzschutz

Unter dem Insolvenzschutz des PSV stehen derzeit über 10,7 Mio. Versorgungsberechtigte; davon sind 4,1 Mio. bereits heute Betriebsrentenempfänger und 6,6 Mio. Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften auf eine spätere Betriebsrente. Volumenmäßig erfasst der Insolvenzschutz mittlerweile einen Kapitalwert von über 320 Mrd. Euro gegenüber rd. 37 Mrd. Euro zu Beginn des ersten Geschäftsjahres 1975. Zuletzt ca. 94.000 Arbeitgeber haben seit der Gründung des PSV rd. 20 Mrd. Euro für Beitragszahlungen aufgewendet. Hieraus haben rd. 1,4 Mio. Versorgungsberechtigte Leistungen des PSV erhalten, weil ihr früherer Arbeitgeber die Versorgungsleistungen insolvenzbedingt nicht mehr erbringen konnte. Bereits diese wenigen Angaben veranschaulichen die sozialpolitische Bedeutung der gesetzlichen Insolvenzsicherung durch den PSV.

Quelle: Pressemitteilungen des PSV

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