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Plötzlich wollen alle Chemie - Sachsenbarometer 04/2014

Das Sachsenbarometer steigt. Die wachsende Nachfrage hat manchen Fabrikanten kalt erwischt.

Wer Maik Goltzsche bei der Arbeit zusehen darf, hat nicht sofort den Eindruck von einer Chemiefabrik. Da dampfen keine bunten Flüssigkeiten, da steht vielmehr ein junger Mann an einem Bildschirm und drückt auf Tasten. Was die computergesteuerte Anlage ausspuckt, sind harte Kunststoffe, auch wenn Goltzsches Arbeitgeber zum Chemieverband gehört. Der Firmenname allerdings sieht wirklich chemisch aus: PTFE Nünchritz GmbH & Co. KG heißt das Unternehmen in Glaubitz bei Riesa. Die Abkürzung steht für Polytetrafluorethylen. Eine große Konkurrenzfirma verwendet für dasselbe Material einen bekannteren Namen: Teflon.

Das sächsische Unternehmen stellt aus dem harten Kunststoff Rohre und Platten, Dichtungen und Faltenbälge her. Die kauft kaum jemand für den Alltagsgebrauch, sie sind für andere Industriebetriebe: Geschäftsführer Dirk Harste berichtet von steigender Nachfrage in allen Branchen, die er beliefert. Ob Autoteile-Hersteller oder Chemie-Ausrüster - sie scheinen kräftig zu investieren. Harste wurde von den Aufträgen zu Jahresanfang regelrecht überrascht. „Jetzt arbeiten wir sie kräftigst ab", sagt der Geschäftsführer und räumt ein, dass manche Kunden etwas warten mussten. Auf Vorrat zu produzieren sei in seinem Spezialgebiet selten möglich: „Wir müssen dann liefern, wenn der Kunde das Produkt braucht." Und das ist schwer abzusehen: Fürs zweite Halbjahr wagt Harste keine Prognose. 14 Millionen setzte PTFE voriges Jahr um. Unter den 130 Mitarbeitern sind einige Leiharbeiter und inzwischen rund 20 Auszubildende - dort hat Harste nach eigenen Angaben aufgestockt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Der Betrieb scheint derzeit typisch zu sein für die Lage in der Branche: Der Chemieindustrie geht es gut. Laut Umfragen sehen die Chemiefirmen bessere Absatzchancen sowohl im Inland als auch im Ausland. Auch Wacker-Chemie mit 2400 Beschäftigten in den Fabriken Nünchritz und Freiberg meldet steigende Nachfrage nach Silikon und Silizium. Die sächsische Wirtschaft insgesamt entwickelt sich positiv, trotz der Spannungen in der Ukraine.

Sachsenbarometer 04/2014
Industrie: Optimismus in den Betrieben


Die Stimmung in der sächsischen Industrie hat sich im April spürbar verbessert. Vor allem mit Blick auf die Geschäfte in der Zukunft erwarten die Firmen des Verarbeitenden Gewerbes Sachsens eine deutliche positivere Entwicklung. Die Auftragsbücher der hiesigen Industriefirmen bleiben gut gefüllt. Bei der Auslastung der Maschinen ist nur ein kleiner Rückgang im Vergleich zum Jahresanfang zu beobachten. Die sächsische Industrie befindet sich im Aufwind.

Bau: Nächstes Halbjahr sieht eher schlechter aus

Der Monat April war zunächst ein guter Geschäftsmonat für die sächsischen Baufirmen. Die Geräte auf dem Bau waren gut ausgelastet, und weniger Firmenchefs als zuvor berichten von Auftragsmangel. Aber dies dürfte in der Zukunft nicht andauern. Ein deutlich größerer Teil der befragten Baufirmen in Sachsen erwartet jetzt ungünstigere Geschäfte für das bevorstehende halbe Jahr.

Handel: Sächsische Kunden kaufen etwas weniger

Groß- und Einzelhandel in Sachsen entwickeln sich im April in entgegengesetzte Richtung. Die Mehrheit der sächsischen Großhandelsfirmen berichten von Umsatzzuwächsen im Vergleich zum Monat April des Jahres 2013. Bei den Einzelhandelsfirmen laufen die Geschäfte im April geringfügig schlechter.

Mittelstand: Bessere Stimmung als im deutschen Durchschnitt

Die Geschäftslage in Sachsen wird in der Umfrage unter Firmen sehr positiv eingeschätzt. Sprachen im vorigen Jahr noch 54 Prozent der Mittelständler von einer guten Geschäftslage, so melden im Frühjahr 61 Prozent der aktuell Befragten ein wachsendes Vertrauen in die Geschäftslage. Damit liegt der Freistaat über dem Bundesdurchschnitt von 57 Prozent. Getragen werden diese Aussagen von der Umsatzentwicklung, die bei 18 Prozent der mittelständischen Unternehmen positiv ist; voriges Jahr waren es 15 Prozent. 23 Prozent haben im Frühjahr sinkende Umsätze verbucht, immerhin weniger als 2013, als dieser Wert bei 30 Prozent lag. Stärker agieren allerdings die kleinen und mittleren Unternehmen in Gesamtdeutschland mit steigenden Umsätzen bei 25 Prozent und Rückgängen bei 21 Prozent.

Sehr freundlich sehen die Erwartungen der Unternehmen im Hinblick auf die zukünftigen Umsätze aus: Fast die Hälfte der Befragten prognostiziert Umsatzzuwächse, fünf Prozent fürchten Rückgänge. Wie positiv sich die Zukunft für die mittelständischen Betriebe darstellt, macht auch die Investitionsbereitschaft klar. Zu 54 Prozent wollen die Mittelständler investieren, im vorigen Jahr lag der Anteil bei 52 Prozent. Auch in Gesamtdeutschland ist die Investitionsneigung gestiegen, ist aber mit 52 Prozent etwas geringer als in Sachsen. (SZ)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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