DOWNLOADS

Unterlagen zum Herunterladen

Sachsenbarometer 06/2014 - Download


(129,00 kByte)

KONTAKT

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns...

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner bei Creditreform Dresden

So finden Sie uns

Wie freuen uns auf Ihren Besuch...

Großhandel vor dem Sommerloch

Der langanhaltende Jubel in der Branche ist verflogen. Dafür lebt Sachsens Industrie auf.

Lange konnte Peter Zimmermann, Chef und Inhaber des Dresdner Großhändlers August Holder, nicht über fehlende Durchschlagskraft klagen. Seine Bohrhämmer, Akkuschrauber, Fräsen, Schleif- und Bohrmaschinen gingen weg wie warme Semmeln. Auch Handwerkzeuge, Befestigungstechnik, Betriebseinrichtungen und Arbeitsschutzausrüstungen waren gefragt. „Wegen des ausgefallenen Winters und guter Auftragslage am Bau hatten wir bis Ende Mai ein Plus von 20 Prozent", sagt der 34-jährige Betriebswirt zur SZ. Und nun?

„Die Verbesserung der Geschäfte im Großhandel findet im Juni ihr Ende", heißt es im Sachsenbarometer, dem Wirtschaftsindikator der SZ. Danach trübt sich das Geschäftsklima im Großhandel spürbar ein, denn auch die künftigen Geschäfte werden zurückhaltender gesehen. „Das kann ich unterschreiben", sagt Peter Zimmermann. Und der Grund? „Investitionen werden auf nach den Ferien verschoben", vermutet er. Weil Einkäufer im Urlaub sind, erwartet Zimmermann ein Sommerloch. Klagen will er aber nicht. Sein Unternehmen, das zuletzt mit 27 Mitarbeitern drei Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete, will im laufenden Geschäftsjahr noch mal zehn Prozent draufsatteln. Dazu sucht er im Vertrieb drei Außendienstler.

Geschäftlich hat das fast 180 Jahre alte Unternehmen schon ganz andere Zeiten gemeistert und zwei Kriege überlebt. 1835 von Namensgeber August Holder als Zirkelschmiede in Dresden gegründet, wuchs es im Zuge der Industrialisierung rasch zum Eisenwarenhändler, der mehr bietet als nur Zeichengeräte. Das Sortiment wuchs.

Bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 zerstört, fand das Unternehmen eine neue Bleibe in Dresden-Plauen, überdauerte die DDR als privater Händler von Werkzeug und Haushaltswaren - ein Geheimtipp für Dresdens Handwerk und Gewerbe. Nach der Wende startete die Firma richtig durch: mit einem Konzept für die Marktwirtschaft und in einer fast 2.000 Quadratmeter großen Halle in Dresden-Prohlis. Dort hat das Mitglied der Plus-6-Gruppe, einem Zusammenschluss von elf Fachgroßhändlern, auch eine Werkstatt. Heute versorgt August Holder Montagebetriebe, Handwerk und Industrie in Sachsen.

Auch insgesamt ist die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft im Juni nicht mehr so gut wie im Mai. Das muss aber nicht beunruhigen, denn die für Sachsen so wichtige Industrie zeigt Erholungstendenzen - trotz des Ukraine-Konflikts und der Unruhen im Irak. Die Firmenpleiten sind weiter auf dem Rückzug. Waren im ersten Halbjahr 2013 noch 620 Betriebe zahlungsunfähig, sind es 2014 nur noch 530 Unternehmen - ein Minus von gut 14 Prozent und besser als Gesamtdeutschland mit neun Prozent auf 12.100 Fälle.


Sachsenbarometer 06/2014Industrie: Optimismus ist zurück

Im verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung spürbar verbessert. Mit der Geschäftslage sind die befragten Firmen etwas zufriedener als im Mai. Sie erwarten vor allem eine Belebung künftiger Geschäfte. Dabei sehen sie auch bessere Absatzchancen im Ausland. Für neue Mitarbeiter scheint aber kein Platz zu sein, die Einstellungsbereitschaft ging spürbar zurück.

Bau: An der Kapazitätsgrenze

Der milde Winter sowie die Wiederaufbau- und Schutzmaßnahmen seit dem Hochwasser von 2013 lassen die hiesigen Baufirmen an ihre Auslastungsgrenze stoßen. Mit fast 80 Prozent liegt die Geräteauslastung deutlich über dem langfristigen Mittel. Letztlich berichten die Baufirmen von besseren Geschäften. Wie es heißt, soll die gute Entwicklung weiter andauern.

Einzelhandel: Zuversicht wächst


Die sächsischen Einzelhandelsfirmen berichten zwar von einer nicht mehr ganz so guten Geschäftslage, sie sind in ihren Erwartungen aber weit optimistischer geworden. Auch für die Konsumenten im Freistaat dürfte es bald besser aussehen: Die Unternehmen erwarten nicht mehr so kräftige Steigerungen der Verkaufspreise.



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

CrefoINFO

Unser Newsletter - kompakte
Informationen für Entscheider

Vorsicht beim Umgang mit digitalen Rechnungen

Elektronische Rechnungslegung ist in vielen Unternehmen Alltag. Dennoch sollten Sie einige Fehlerquellen im Blick behalten.

Neues Geldwäschegesetz vom Bundestag beschlossen

Die wesentlichen Änderungen im neuen Geldwäschegesetz durch den Bundestag auf einen Blick.

Verjährungsfristen: Zahlungsansprüche vor Jahresende sichern

Jährlich gehen Gläubigern Millionenbeträge verloren, weil Verjährungsfristen nicht beachtet werden. Kennen Sie die Fristen?

SachsenBAROMETER

Informationen zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Region

Sachsenbarometer Herbst 2017 - Gute Stimmung macht höhere Preise

Das Sachsenbarometer zeigt: Die Wirtschaft im Freistaat läuft hervorragend. Daraus wollen die Firmen Nutzen ziehen – mit Preiserhöhungen.

Sachsenbarometer 09/2017 - Sachsens Wirtschaft brummt

Alle Indikatoren des Sachsenbarometers zeigen nach oben. Nur dem Baugewerbe fehlen Fachkräfte.

Sachsenbarometer 1. Halbjahr 2017 - Aufschwung mit Atempause

Die sächsische Wirtschaft wächst kontinuierlich – mal mehr, mal weniger schwungvoll. Dabei sind die Firmen sehr solide.

CrefoANALYSEN

Überregionale Analysen zu
wirtschaftlichen Entwicklung

Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2017

Niedrigster Stand der Unternehmensinsolvenzen seit 23 Jahren.

Zahlungsverhalten in Sachsen, 3. Quartal 2017

Trendwende im Zahlungsverhalten? Vom Musterknaben zum Nachsitzer: Sachsens Unternehmen zahlen Rechnung schlechter.

SchuldnerAtlas Deutschland, 2017

Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen.

Startseite Impressum Über uns Anfahrt Sitemap Presse
(c) Creditreform Dresden | Augsburger Str. 4 | D-01309 Dresden
Tel: +49 351 4444-444 | Fax: +49 351 4444-555 | E-Mail: info@dresden.creditreform.de