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Sachsenbarometer zeigt klar nach oben

Die Wirtschaft im Freistaat startet gut ins Jahr 2015.Das spürt auch eine Lackfabrik, die stark im Export ist.

Stürmische Zeiten bringen Alexander Zill nicht so schnell aus der Ruhe. Denn sie sind, einerseits und im Wortsinn, gut fürs Geschäft. Einen ordentlichen Teil ihres Umsatzes erwirtschaftet die Dresdner Lackfabrik Novatic, deren geschäftsführender Gesellschafter Zill ist, mit einer speziellen Lackbeschichtung für die Türme von Windkraftanlagen.

Andererseits - und im übertragenen Sinn - haben die stürmischen Zeiten auch dazu geführt, dass der Novatic-Chef für dieses Jahr das Russland-Geschäft seines Unternehmens schon fast abgeschrieben hat. Waren dort vor Ukraine-Krise und Sanktionen durchaus 1,5 Millionen Euro Umsatz für Novatic im Jahr drin, rechnet Zill für 2015 mit einer „eher kleinen fünfstelligen Zahl". Jedoch, sagt Zill, schon im vergangenen Jahr hätten andere stark wachsende Märkte, etwa Polen und Tschechien, die Rückgänge weiter östlich ausgeglichen.

Zugute kommt dem aus dem VEB Lackfabrik Dresden hervorgegangenen Familienunternehmen zudem, dass Novatic schon seit Ende der Neunzigerjahre auf weniger gesundheits- und umweltschädliche Lacke und Beschichtungen gesetzt hat. Nicht allein, weil der Gesetzgeber das immer stärker forcierte. Sondern auch, weil viele der Produkte auf Wasserbasis oder mit stark reduziertem Lösungsmittelanteil für viele Anwendungen „schlicht auch besser funktionieren als die konventionellen Rezepturen", sagt Zill.

An Neu- und Weiterentwicklungen wird in der 150-Mann-Firma im eigenen Haus geforscht - in der Regel in Kooperation mit Fachinstituten, Rohstoffherstellern und den eigenen Kunden. Zu denen zählt mittlerweile auch ein großer Nutzfahrzeughersteller, der einen Teil seiner Laster mit Novatic-Produkten lackiert. Auch deshalb lässt sich Zill von stürmischen Zeiten nicht schnell aus der Ruhe bringen. Das Geschäftsjahr 2014 sei für die Novatic-Gruppe, die außer am Stammsitz Dresden auch in Halle und im tschechischen Teplice produziert, „sehr gut gelaufen". 34 Millionen Euro Umsatz stehen in den Büchern; für dieses Jahr erwartet Zill „deutliches Potenzial nach oben".

Sachsenbarometer 01/2015Industrie: Fulminanter Start ins Jahr 2015

Der Novatic-Chef ist durchaus ein repräsentatives Beispiel für seine Branche. Insbesondere die Hersteller von chemischen Erzeugnissen sind derzeit im Aufwind - das lässt sich am Sachsenbarometer für Januar ablesen, nach Umfragen der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

Die befragten Chemiefirmen sind mit ihren derzeitigen Geschäften merklich zufriedener als noch im Dezember 2014. Außerdem blicken sie sehr optimistisch auf die ersten sechs Monate des neuen Jahres 2015. Dabei, heißt es aus den Firmen übereinstimmend, kommen die Impulse nicht nur aus der heimischen Wirtschaft. Auch das Geschäft mit dem Ausland dürfte in der Zukunft wieder kräftige positive Impulse liefern.

Das sieht auch Robert Lehmann so, ein Konjunkturexperte des Dresdner Ifo-Instituts. Lehmann sagt, der gesunkene Euro-Dollar-Wechselkurs verbessere die Absatzchancen sächsischer Produkte im Ausland und kurbele damit die Ausfuhren an. Zudem profitierten sowohl die Unternehmen als auch die Konsumenten vom niedrigen Ölpreis auf dem Weltmarkt. Unter diesen Vorzeichen, so Lehmann, dürfe die sächsische Wirtschaft einem guten Wirtschaftsjahr 2015 entgegensehen.

Baubranche: Erwartungen spürbar günstiger

Die gleichen guten Aussichten hat auch Sachsens Baubranche, bei der zu Jahresbeginn insbesondere der Hochbau positive Impulse lieferte. Das, sagt Alexander Zill, sei auch bei Novatic zu spüren: Die Nachfrage von Firmen, die etwa mit Bau und Wartung von Brücken oder anderen Infrastruktur-Projekten beschäftigt seien, ziehe wieder an. Auch in der nahen Zukunft scheinen die Baufirmen gut ausgelastet zu sein; die Geschäftserwartungen werden spürbar günstiger engestuft.

Handel: Bessere Geschäfte, aber Aussicht trüber


Auch für den sächsischen Handel hat sich die Situation im Januar verbessert. Sowohl die hiesigen Groß- als auch Einzelhändler sind mit ihren derzeitigen Geschäften zufriedener. Jedoch haben sich die Erwartungen an den zukünftigen Geschäftsverlauf insgesamt eingetrübt.

Mittelstand: Jobbeschaffer sind in der Mehrzahl

Sachsens Mittelständler gehen insgesamt optimistisch ins neue Geschäftsjahr. Fast 57 Prozent erwarten, dass ihre Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten sehr gut bis gut sein wird. Vor einem Jahr lag der Anteil bei reichlich 50 Prozent. Fast 19 Prozent der Mittelständler in Sachsen planen, ihren Personalbestand aufzustocken - vor einem Jahr hatten nur gut sieben Prozent neue Mitarbeiter auf der Agenda. Zwar liegt dieser Anteil leicht unter dem Bundesschnitt. Dafür sprechen in Sachsen aber auch nur knapp vier Prozent der Firmen davon, Personal abbauen zu müssen - im Bundesschnitt sind es doppelt so viele.




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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