DOWNLOADS

Unterlagen zum Herunterladen

Sachsenbarometer 06/2015 - Download


(161,00 kByte)

KONTAKT

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns...

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner bei Creditreform Dresden

So finden Sie uns

Wie freuen uns auf Ihren Besuch...

Export ist Trumpf

Das Sachsenbarometer ist weiter gesunken - am Horizont klart es aber auf.

Krise? Roger Kluth und Harry Thonig stocken kurz. Nein, von einer Krise können die beiden Manager nichts spüren. Im Gegenteil: Gerade haben die beiden Geschäftsführer der Trumpf Sachsen GmbH in Neukirch ihr aktuelles Geschäftsjahr abgeschlossen. Und die Zahlen des einzigen ostdeutschen Standorts des weltweit aktiven Maschinenbaukonzerns können sich sehen lassen, sagt Harry Thonig. Allzu detailliert will er sich allerdings nicht in die Karten schauen lassen. „Wir haben unsere Ziele jedenfalls erreicht", sagt Thonig. Ende April hatte er für das Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von „mehr als 110 Millionen" Euro prognostiziert - und damit im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs „zwischen sieben und neun Prozent".

Das zusätzliche Geld kommt nicht ungelegen: Bis Herbst 2016 soll der Standort deutlich wachsen. Trumpf investiert rund 11,5 Millionen Euro in den Neubau einer 3 600 Quadratmeter großen Halle, die zum einen mehr Platz für die Produktion schaffen soll und zum anderen ein sogenanntes Technikum beherbergen wird. Dort sollen nicht nur die Servicetechniker des Konzerns geschult werden, sondern auch Neuentwicklungen, Erprobungen und der Prototypenbau ihren Raum finden.

Dass der Standort nach einer spürbaren Flaute infolge der weltweiten Finanzkrise 2009/2010 seit geraumer Zeit wieder floriert, hat mehrere Gründe. Innerhalb der Trumpf-Gruppe hat das Werk in der Oberlausitz mit seiner Automatisierungstechnik ein Alleinstellungsmerkmal. Und bereits zu DDR-Zeiten, erzählt Harry Thonig, habe man sich in Neukirch mit Robotertechnik, mit Schweißrobotern und mit Laserschneidtechnik beschäftigt. Auch deshalb habe der Trumpf-Vorstand kürzlich beschlossen, die Produktion aller Lasermaschinen, die länger als vier Meter sind, nach Neukirch zu verlagern.

Die Trumpf-Manager sprechen nicht von einer Krise, weil die „großen Märkte wieder zurück sind", wie es Roger Kluth formuliert. In den USA etwa gebe es eine regelrechte „Re-Industrialisierung" - und die Neukircher liefern dafür die Automatisierungstechnik. Auch aus China und Japan sei die Nachfrage sehr groß, hinzu kämen wieder verstärkt europäische Länder, die ihre Schwierigkeiten hinter sich hätten. Mehr als 70 Prozent der Produktion, mit der rund 430 Mitarbeiter beschäftigt sind, gehe in den Export.

Sachsenbarometer 06/2015Industrie: Lage schlechter
Damit ist Trumpf eine Ausnahme im Juni-Sachsenbarometer, das die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und das Dresdner Ifo-Institut erhoben haben. Denn mehrheitlich hat sich das Geschäftsklima der sächsischen Industrie im Juni eingetrübt. Gegenwärtig sei die Lage der Unternehmen schlechter als in den Vormonaten.

Gleichwohl schätzen die Firmen ihre Geschäftsaussichten für die nahe Zukunft wieder günstiger ein. Maßgebliche Impulse dürften vom Inlandsgeschäft kommen. Im Gegensatz zu Trumpf haben die Exporterwartungen der sächsischen Industriefirmen ins Negative gedreht.

Bau: Immerhin gut ausgelastet
Eine Nuance besser ist die Stimmung auf dem Bau. Zwar hat sich das Geschäftsklima im Juni verschlechtert, jedoch hellten sich die Erwartungen an den zukünftigen Geschäftsverlauf wieder auf. Zudem liegt die Geräteauslastung weiterhin deutlich über ihrem historischen Mittelwert.

Handel: Geteilte Wahrnehmung
Dass die Frage der Krise oft auch mit dem eigenen Standpunkt zu tun hat, zeigt sich im sächsischen Handel: Insgesamt ist der Klimaindikator im Juni etwas gestiegen, wenngleich sich die beiden Handelsstufen unterschiedlich entwickeln. Während sich die Stimmung im sächsischen Einzelhandel verbessert, haben die hiesigen Großhändler ihre Einschätzungen erneut kräftig nach unten revidiert.


Text: Robert Lehmann (ifo-Institut) und Lars Radau (Sächsische Zeitung)




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

CrefoINFO

Unser Newsletter - kompakte
Informationen für Entscheider

Vorsicht beim Umgang mit digitalen Rechnungen

Elektronische Rechnungslegung ist in vielen Unternehmen Alltag. Dennoch sollten Sie einige Fehlerquellen im Blick behalten.

Neues Geldwäschegesetz vom Bundestag beschlossen

Die wesentlichen Änderungen im neuen Geldwäschegesetz durch den Bundestag auf einen Blick.

Verjährungsfristen: Zahlungsansprüche vor Jahresende sichern

Jährlich gehen Gläubigern Millionenbeträge verloren, weil Verjährungsfristen nicht beachtet werden. Kennen Sie die Fristen?

SachsenBAROMETER

Informationen zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Region

Sachsenbarometer Herbst 2017 - Gute Stimmung macht höhere Preise

Das Sachsenbarometer zeigt: Die Wirtschaft im Freistaat läuft hervorragend. Daraus wollen die Firmen Nutzen ziehen – mit Preiserhöhungen.

Sachsenbarometer 09/2017 - Sachsens Wirtschaft brummt

Alle Indikatoren des Sachsenbarometers zeigen nach oben. Nur dem Baugewerbe fehlen Fachkräfte.

Sachsenbarometer 1. Halbjahr 2017 - Aufschwung mit Atempause

Die sächsische Wirtschaft wächst kontinuierlich – mal mehr, mal weniger schwungvoll. Dabei sind die Firmen sehr solide.

CrefoANALYSEN

Überregionale Analysen zu
wirtschaftlichen Entwicklung

Zahlungsverhalten in Sachsen, 3. Quartal 2017

Trendwende im Zahlungsverhalten? Vom Musterknaben zum Nachsitzer: Sachsens Unternehmen zahlen Rechnung schlechter.

Unternehmerische Wachstumsstrategien in den ostdeutschen Bundesländern

Die strukturellen Voraussetzungen in Ostdeutschland für unternehmerischen Erfolg gelten als nicht ideal. Dennoch verzeichnen einige ostdeutsche Unternehmen ein überdurchschnittliches Wachstum.

SchuldnerAtlas Deutschland, 2017

Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen.

Startseite Impressum Über uns Anfahrt Sitemap Presse
(c) Creditreform Dresden | Augsburger Str. 4 | D-01309 Dresden
Tel: +49 351 4444-444 | Fax: +49 351 4444-555 | E-Mail: info@dresden.creditreform.de