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Sachsenbarometer 09/2015 - Realismus statt Optimismus

Die sächsische Wirtschaft legte im September eine kleine Verschnaufpause ein. Das trübt kaum das gute Jahresergebnis.

Am Anfang pfui, am Ende hui - darauf kann sich Thomas Liebisch verlassen.Seine Firma, die Novisol GmbH in Klipphausen, beschäftigt zwischen 80 und 90 Mitarbeiter. Sie produzieren und handeln mit Isolierungen aller Art. Abnehmer der Kälte-, Wärme-, Schall- und Brandschutzisolierungen sind Konzerne wie Porsche oder VW. Aber auch in öffentliche Gebäude wie den Dresdner Kulturpalast werden Novisol-Produkte eingebaut. Wie fast alle Firmen aus der Baubranche unterliegt Novisol dabei saisonalen Schwankungen. Momentan sind die Auftragsbücher bei Novisol gut gefüllt. „Auch insgesamt sind wir mit dem laufenden Jahr zufrieden", sagt Liebisch. In Schulnoten ausgedrückt vergibt er eine 1 bis 2. Der Umsatz soll von 12 auf 15 Millionen steigen.

Ganz so optimistisch wie Novisol schauen nicht alle sächsischen Firmenchefs in die Zukunft, wie das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, zeigt. Nachdem im August beinahe alle Daumen nach oben zeigten, zeichnet sich nun ab, dass der Handel vielleicht zu optimistisch war. Dieser Überoptimismus wurde nun korrigiert.

Insgesamt gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass sich der aktuelle Rückgang auch in den nächsten Monaten fortsetzen wird. Grundsätzlich bestätigt die sächsische Wirtschaft ihr starkes erstes Halbjahr auch im dritten Quartal 2015.

Die gute Konjunktur lässt sich auch an der schrumpfenden Zahl der Firmenpleiten im Freistaat ablesen. So mussten im 1. Halbjahr dieses Jahres 470 Unternehmen Insolvenz beantragen. Das waren genau 100 weniger als im Vorjahreszeitraum. „Gründe für die anhaltend positiven Entwicklungen im Insolvenzgeschehen bei den Unternehmen sind die stabil gute Binnenkonjunktur und günstige Finanzierungsbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen haben zudem mehr Eigenkapital aufgebaut und so an Stabilität gewonnen", erklärt Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden.

Deutschlandweit waren von Unternehmensinsolvenzen in den ersten sechs Monaten 2015 etwa 77 000 Beschäftigte betroffen - rund 12 000 weniger als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt.

Sachsenbarometer 09/2015

Industrie: Stimmung trübt sich


Im sächsischen verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima im aktuellen Befragungsmonat etwas verschlechtert. Ihren Optimismus für den zukünftigen Geschäftsverlauf haben sie im Vergleich zum Vormonat etwas zurückgenommen. Zudem beurteilen sie ihre laufenden Geschäfte etwas weniger gut. Trotz des Rückgangs des Klimaindikators ist die sächsische Industriekonjunktur intakt.

Bau: Volle Auftragsbücher

Die Stimmung im sächsischen Bau ist weiterhin prächtig und hat sich im Vergleich zum starken August nochmals leicht verbessert. Besonders der Wohnungsbau boomt derzeit in Sachsen. Mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die hiesigen Baufirmen nochmals spürbar zufriedener als im vergangenen Monat. Auch der zukünftige Geschäftsverlauf wird insgesamt günstig eingestuft.

Handel: Erwartungen sinken

Im Handel Sachsens hat sich die Stimmung verschlechtert. Allerdings bewegt man sich noch immer auf einem hohen Niveau. Dennoch haben die sächsischen Handelsfirmen im September ihre Erwartungen an den zukünftigen Geschäftsverlauf kräftig nach unten korrigiert. In Bezug auf die Einschätzung der momentanen Geschäftssituation zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Während die Großhändler mit ihren Geschäften zufriedener sind, beurteilen die sächsischen Einzelhandelsfirmen diese etwas weniger gut.

Text: Robert Lehmann (ifo-Institut), Marco Henkel (Sächsische Zeitung) und Thomas Schulz (Creditreform)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.


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