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Verschnaufpause - oder eher nicht?

Das Sachsenbarometer ist im August gesunken - die SHZ GmbH spürt davon kaum etwas.

Eigentlich wollte Günter Böhme eine „Verschnaufpause" machen. Denn erst 2015 hatte der Gründer und Chef der Großröhrsdorfer Firma Sächsische Hebe- und Zurrtechnik (SHZ) für gut eine halbe Million Euro eine Lagerhalle errichten lassen. Wie es aber aussieht, wird daraus nichts. Kürzlich flatterte ein positiver Vorbescheid der Sächsischen Aufbaubank ins Haus. Das heißt: Die Vorbereitungen für das nächste Projekt laufen jetzt an. Diesmal will Böhme rund eine Million Euro investieren. Die 2002 gegründete SHZ, die sich auf die Herstellung textiler Hebe- und Ladungssicherungen spezialisiert hat, wird dafür ihre Produktionsfläche um gut 300 Quadratmeter erweitern und eine neue vollautomatische Bandnähmaschine bestellen.

Zurrgurte, Rundschlingen, Hebebänder und Hebeschlingen aus Polyester-Gurtband, die das Unternehmen produziert und konfektioniert, also mit Ratschen und Beschlägen versieht, sind Massenartikel. SHZ verarbeitet im Jahr über vier Millionen Meter Gurtmaterial, viel davon aus Fernost. Mit der neuen Maschine soll der Anteil von Großröhrsdorf wachsen. „Ein Großteil des Wettbewerbs geht über den Preis", sagt Böhme. Da könne und wolle die SHZ die Konkurrenz aus Fernost nicht unterbieten. Wenn es aber um Flexibilität, Qualität, Schnelligkeit gehe, schlage ihre Stunde.

Um die Finanzierung seines neuen Projekts macht sich Böhme wenig Sorgen. Zum einen wegen der Fördermittel-Zusage. Zum anderen, weil das Familienunternehmen, das pro Jahr rund sieben Millionen Euro Umsatz macht, laut Böhme „ohnehin sehr solide finanziert ist und haushaltet". Man habe „im Juli den mit Abstand höchsten Monatsumsatz seit Bestehen der Firma eingefahren", sagt Böhme stolz. Für solide Finanzierung und gute Bonität hat die SHZ bereits zum dritten Mal das von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform vergebene Gütesiegel Crefozert bekommen.

Damit allerdings ist SHZ nach Erhebungen der Creditreform derzeit im Freistaat eher die Ausnahme von der Regel. Danach mussten Unternehmen, die Lieferungen und Leistungen an andere Firmen erbringen, im ersten Halbjahr 2016 länger auf ihr Geld warten. Im Schnitt lag der Zahlungsverzug bei 10,5 Tagen und damit knapp einen halben Tag mehr als im letzten Halbjahr 2015. Weil aber trotzdem die Zahlungsmoral im Freistaat noch gut ist - laut Creditreform belegen die sächsischen Betriebe im Bundeslandranking den 5. Platz -, ist die Stimmung entspannt. Es sei eine „gewisse Lockerung im Credit-Management festzustellen", sagt Creditreform-Prokurist Thomas Schulz. Die Zahlungsziele seien in vielen Branchen verlängert worden, die Bereitschaft, so Lieferantenkredite einzuräumen, sei gewachsen. Gleichwohl hat sich die Gesamtstimmung, die die Creditreform und die Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts für die Sächsische Zeitung im Konjunkturindikator Sachsenbarometer erheben, eingetrübt.

Sachsenbarometer 08/2016Industrie weniger zufrieden

In der sächsischen Industrie kippte im August die Stimmung. Lage- und Erwartungseinschätzungen gingen überraschend kräftig zurück. Vor allem die Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten waren mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden als im Vormonat. Vom Export erwarten die Industriefirmen immer weniger Impulse.

Bessere Stimmung am Bau

Im sächsischen Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung spürbar aufgehellt, nachdem sie sich im Juli eingetrübt hatte. Die Unternehmer beurteilten ihre Geschäftslage besser als im Vormonat und korrigierten ihre Geschäftsaussichten nach oben. Sie erwarten eine weitere Zunahme der Bautätigkeit in den nächsten Monaten.

Handel auf Normalisierungskurs

Der Handel ist mit dem laufenden Geschäft sehr zufrieden, die Händler blicken optimistisch in die Zukunft. Dennoch ist der Index gegenüber Juli leicht gesunken. Hauptgrund ist die Lageeinschätzung des Großhandels, die seit ihrem Rekordwert im Juni stetig in Richtung des langfristigen Durchschnitts sinkt. Auch im Einzelhandel ging die Zufriedenheit im August auf hohem Niveau spürbar zurück.


Text: Michael Weber (ifo-Institut), Lars Radau (Sächsische Zeitung) und Thomas Schulz (Creditreform)



Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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